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THALIA - Cinema . Coffee and Cycling

Kinoprogramm Donnerstag, 12.03.2026 - Mittwoch, 18.03.2026

In Kooperation mit Hellerau - Europäisches Zentrum der KünstePremiere: Germaine Acogny - Die Essenz Des Tanzes

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
21:45 21:45

Regie: Greta-Marie Becker, (Deutschland/Frankreich/Sènegal), 2025

Premiere: Germaine Acogny - Die Essenz Des Tanzes

Germaine Acogny ist nicht nur die „Mutter des zeitgenössischen afrikanischen Tanzes"", sondern auch eine der wichtigsten künstlerischen Stimmen Afrikas. Verwurzelt in traditionellen westafrikanischen Tänzen und in Auseinandersetzung mit europäischen Tanzformen, entwickelte sie ihre ganz eigene Acogny-Technik. Mehr als 50 Jahre auf internationalen Bühnen und ihre Arbeit als Mentorin für junge Tänzer in Senegal und weltweit haben die 81-jährige Künstlerin zur Tanzikone eines ganzen Kontinents gemacht. 2021 wurde diese außergewöhnliche Tänzerin, Choreografin und Lehrerin mit dem Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk auf der Tanz-Biennale in Venedig ausgezeichnet.

In Benin geboren, im Senegal aufgewachsen, studierte Acogny in Paris und reiste mehr als fünf Jahrzehnte lang um die Welt. Ihre einzigartige Tanztechnik wurde in den internationalen Kanon des modernen Tanzes aufgenommen.  

Das Kinopublikum begleitet das Ausnahmetalent auf der Bühne, ist dabei, wenn sie mit dem Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk auf der Tanzbiennale in Venedig 2021 geehrt wird sowie mit dem Grand Prix de l'Académie des Beaux Art in Paris 2023. Diese bewegte Gegenwart und die erinnerte Vergangenheit der Protagonistin werden durch dokumentarische Szenen, sorgfältig ausgewähltes Archivmaterial sowie eigens für den Film inszenierte Tanzszenen verbunden.

Mit 81 Jahren tanzt sie immer noch und ermutigt neue Generationen afrikanischer und internationaler Tänzer:innen in ihrer einzigartigen Schule l'École des Sables im Senegal.

Im Rahmen der Tanzplattform Deutschland 2026

Nachsitzen! KultKino im NanoplexJules und Jim - Jules et Jim (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
19:00

Jules und Jim

Regie: François Truffaut, (Frankreich), 1962

Darsteller: Jeanne Moreau, Oskar Werner, Henri Serre u.a.

Jules und Jim

Truffauts bekanntester Film über eine ungewöhnliche ménage-à-trois.

Im Jahr 1912 studieren der Deutsche Jules und der Franzose Jim gemeinsam in Paris Literatur. Beide verlieben sich in die charmante Cathérine, die sich für Jules entscheidet und sich mit ihm in den Schwarzwald zurückzieht. Nach dem ersten Weltkrieg besucht Jim, der Cathérine immer noch liebt, die beiden. Cathérine, inzwischen Mutter einer Tochter und vom Leben mit Jules gelangweilt, beginnt eine Affäre mit Jim, die sie jedoch ebenso wenig befriedigt wie Verhältnisse mit anderen Männern. Vor den Augen von Jules fährt sie schließlich mit einem Auto, in dem außer ihr auch Jim sitzt, in einen Fluss. François Truffauts berühmtester Film basiert auf einem weitgehend unbekannten Roman Henri-Pierre Rochés, in dem drei mutige Freunde neue Formen des Zusammenlebens von Mann und Frau finden möchten. Ebenso unermüdlich wie seine Helden sucht auch Truffaut nach unerprobten Wegen filmischen Erzählens und wendet dabei außergewöhnliche Stilmittel an, wie z.B. die Illustration des Vergehens der Zeit durch Kunstwerke aus verschiedenen Schaffensperioden Picassos - während die Protagonisten selbst äußerlich nicht altern. Unter den Darstellern brilliert Jeanne Moreau, die dem Film in der Rolle der Cathérine zu unvergleichlicher Leichtigkeit und Melancholie verhilft.

Mein neues altes Ich - Eine Reise in das Mysterium der Menopause

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
15:30
16:00
18:00

Regie: Louise Unmack Kjeldsen, (Dänemark/Deutschland/Norwegen), 2026

Mein neues altes Ich - Eine Reise in das Mysterium der Menopause

„Vor 200 Jahren gab es nicht mal ein Wort für Menopause.“ Dieser knappe Satz fasst gut zusammen, warum noch heute viele Frauen ab Mitte 40 oder dem Beginn ihrer 50er so stark leiden, dass ihr Alltag massiv beeinträchtigt wird, ohne angemessene medizinische Hilfe zu bekommen. Jahrhunderte lang erforschten ausschließlich Männer fast ausschließlich Männerkörper. Die Folgen reichen bis in die Gegenwart, unabhängig davon, ob es z.B. um geschlechterspezifische Herzprobleme oder eben die Menopause geht. Immerhin sind inzwischen deren häufigste Beschwerden bekannt: Hitzewallungen (80%), Schlafstörungen (26%), Gedächtnisprobleme (41%) und ein erhöhtes Depressionsrisiko. Die Ursachen allerdings sind noch kaum verstanden. In einem sehr persönlich angelegten Film bricht die Regisseurin Louise Unmack Kjeldsen zu einer Forschungsreise auf, um den Auswirkungen des Östrogenrückgangs auf Körper und Gehirn nachzugehen. Sie interviewt führende Wissenschaftlerinnen, die forschen, ob Menopause-Symptome mit dem mehrfach erhöhten Alzheimer-Risiko von Frauen, mit Depressionen oder der hohen Selbstmordrate von 45- bis 54-Jährigen zusammenhängen. Und geht der Frage nach, warum wirksame Medikamente sehr oft nicht verschrieben werden.

Unmack Kjeldsens Film versucht Tabus zu brechen, Mythen und Fehlinformationen aufzudecken. Die Regisseurin zeigt, wie historische Vorurteile dieses Thema so stark mit Scham belastet haben, dass viele betroffene Frauen auch heute noch im Stillen leiden. Es ist schon ein interessanter Fakt, dass etwa die Hälfte der Weltbevölkerung von der Forschung so lange vernachlässigt wurde. Inzwischen aber suchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach möglichen Ansätzen, um diesen Auswirkungen entgegenzuwirken.

Grit Dora

Bundesstart - Das Debüt im Thalia

Das Original ist besser!Nouvelle Vague (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
17:00
19:15
19:30 19:30 19:30
19:45 19:45

Regie: Richard Linklater, (Frankreich), 2025

Darsteller: Guillaume Marbeck, Zoey Deutch, Aubry Dullin u.a.

Nouvelle Vague (OmdU)

Der Film erzählt die Entstehungsgeschichte von Jean-Luc Godards Kultfilm Außer Atem aus dem Jahr 1960 mit Jean-Paul Belmondo und Jean Seberg nach, der als Klassiker des französischen Kinos und der Nouvelle Vague gilt.

Im Vorfeld der Dreharbeiten erhält Godard weise Ratschläge von Roberto Rossellini.[

Doreen

Das Original ist besser!Father Mother Sister Brother (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
17:15
17:30 17:30 17:30
17:45

Regie: Jim Jarmusch, (USA/Irland/Frankreich), 2025

Darsteller: Tom Waits, Adam Driver, Mayim Bialik u.a.

Father Mother Sister Brother (OmdU)

Der Film ist ein behutsam als Triptychon komponierter Spielfilm. Die drei Geschichten kreisen um die Beziehungen erwachsener Kinder zu ihren teils distanzierten Eltern und untereinander. Jedes der drei Kapitel spielt in der Gegenwart, jedes in einem anderen Land: »Father« ist im Nordosten der USA angesiedelt, »Mother« in Dublin und »Sister, Brother« in Paris. Es ist eine Reihe von Charakterstudien, ruhig, beobachtend und ohne Wertung – und zugleich eine Komödie, durchzogen von feinen Fäden der Melancholie.

Das Original ist besser!Marty Supreme (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
21:15
21:30 21:30
21:45

Regie: Joshua „Josh“ Safdie, (USA/Finnland), 2025

Darsteller: Timothée Chalamet, Gwyneth Paltrow, Odessa A'zion u.a.

Marty Supreme (OmdU)

Die Oscars stehen zwar erst im März an, doch nachdem Timothée Chalamet im Januar bereits den Critics Choice Award und den Golden Globe für »Marty Supreme« einheimsen konnte, kann man sich ausmalen, wer dort die Tipplisten anführen wird. Und ja, Chalamet gibt in diesem Film alles. Er verabschiedet sich von seinem Indie-Image und verkörpert einen fast schon unangenehm präsenten Charakter, der ständig unter Strom steht.

Die Geschichte dreht sich um Marty Mauser, einen Schuhverkäufer im New York der 1950er Jahre, der heimlich vom Ruhm als Tischtennisprofi träumt. Marty ist keiner, der sich brav an Regeln hält. Er spielt, wettet, provoziert, hat eine Affäre mit einer reichen, ehemaligen Filmdiva (Gwyneth Paltrow) - und nutzt sein Talent, um sich in einer Welt durchzuschlagen, die ihm eigentlich keinen Platz zugedacht hat. Regisseur Josh Safdie erzählt keine klassische Aufstiegsgeschichte, sondern folgt Marty durch verrauchte Hinterzimmer, schäbige Hallen und improvisierte Matches, bei denen es um Geld, Ehre und das eigene Ego geht. Tischtennis wird hier nicht als Sport, sondern als Bühne verstanden: schnell, aggressiv, laut. Genau darin liegt der Reiz. Den Film interessiert weniger der Sieg als das Drumherum - vor allem jener Moment, in dem alles kippen kann.

Die Besetzung ist ähnlich verrückt wie der Film: Paltrow, „Tyler, the Creator“, Fran Drescher und Kevin O'Leary, der bisher eher als Unternehmer aus »Shark Tank« bekannt war, komplettieren das bizarre Ensemble, das dafür sorgt, dass man zweieinhalb Stunden gespannt auf der Kante des Sitzes sitzt - selbst als Nicht-Sportfan.

Viktoria Franke

Das Original ist besser!One Battle After Another (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
21:00

Regie: Paul Thomas Anderson, (USA), 2025

Darsteller: Leonardo DiCaprio, Benicio del Toro, Sean Penn u.a.

One Battle After Another (OmdU)

„Freiheit ist, nichts zu fürchten - so wie Tom Cruise.“ Ein feiner hochironischer Faden zog sich noch stets durch Paul Thomas Andersons Werke (»There Will Be Blood«, »Inherent Vice«). So auch durch seinen neuen, frei nach Thomas Pynchons großartiger Mediensatire „Vineland“ (1990) gedrehten Film. Es ist Andersons zweite Pynchon-Verfilmung. Eine Gruppe ehemaliger Revolutionäre schließt sich 16 Jahre nach ihrer letzten großen Aktion wieder zusammen, um die Tochter eines ihrer Gefährten zu retten. Dieser, der von allen nur Ghetto Pat genannte Bob Ferguson (Leonardi DiCaprio), weiß, dass der berüchtigte Colonel J. Lockjaw (Sean Penn) noch immer auf der Jagd nach ihm ist und deshalb Willa (Chase Infiniti) ins Visier genommen hat. Der Colonel, einst Teil des United States Immigration and Customs Enforcement, hat die Befreiung von 200 Häftlingen durch die Widerstandsgruppe schlecht weggesteckt und ist inzwischen Mitglied der rassistischen „Christian Adventurer Club“-Miliz. Bob und seinen alten Kumpels Sensei Segio (Benicio del Toro), Deandra (Regina Hall) und Perfidia Beverly Hills (Teyana Taylor) bleibt nichts übrig, als sich dem perfiden Colonel erneut entgegenzustellen. Eine fast dreistündige Verfolgungsjagd nimmt ihren Lauf - dunkel, hintergründig und teils hinreißend komisch. Regisseur Paul Thomas Anderson arbeitet erstmals mit Leonardo DiCaprio zusammen, der einmal mehr brilliert und hier sein komödiantisches Talent ausleben darf. Sean Penn wiederum gibt mit viel Durchschlagskraft den Colonel als Bobs Antagonisten und maximal humorlosen Bösewicht. Regina Hall und Benicio del Toro flankieren kongenial. Großes Kino!

Grit Dora