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Kinoprogramm Donnerstag, 23.05.2019 - Mittwoch, 29.05.2019

Deutscher Kurzfilmpreis: Kinotournee

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
19:00

Als Gäste begrüßen wir Hannes Schilling, der seinen Film NACH DEM FEST vorstellt sowie seinen Protagonisten Andreas Retzlaff. Im Anschluss an die Vorführung laden wir zum gemütlichen Grillen im Garten ein.

Kurzfilmprogramm:

Follower

The Bitter With the Sweet

Neko No Hi/Cat Days

Nach dem Fest

Call of Comfort

Hostel

Als Gäste begrüßen wir Hannes Schilling, der seinen Film NACH DEM FEST vorstellt sowie seinen Protagonisten Andreas Retzlaff.

CaRabA # Leben ohne Schule

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
18:15 18:15

Regie: Katharina Mihm, (Deutschland), 2019

Darsteller: Yunus Gürkan, Carl Hiller, Emma Brüggler u.a.

CaRabA # Leben ohne Schule

In fünf Episoden wird der Zuschauer mitgenommen in einen Alltag, wo die Zeit, die vorher für die Schule reserviert war, nun anders gestaltet werden kann und muss – konsequent erzählt aus der Perspektive der jungen Protagonist*innen, die zwischen 8 und 24 Jahre alt sind.

Dabei wird erfahrbar, wie aus den vielfältigen Möglichkeiten des ungehinderten Lebens - wenn die Kräfte des Schicksals und der eigenen Neugierde zum bestimmenden Moment werden - Leidenschaften und Begeisterung entstehen. Diese bringen schließlich und fast unweigerlich auch Kompetenzen mit sich.

Nur eine Frau

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
20:00 20:00 20:00 20:00 20:00
21:00

Regie: Sherry Hormann, (Deutschland), 2019

Darsteller: Almila Bagriacik, Meral Perin, Rauand Taleb u.a.

Nur eine Frau

Im Jahr 2005 ging ein Fall von „Ehrenmord“ durch die Medien und brachte ein Thema, das mehr Menschen betrifft, als wahr- und angenommen. Die nur 23-jährige Hatun Sürücü wurde in Berlin Tempelhof auf offener Straße von ihrem Bruder im Namen der Familie getötet. Die routinierte deutsche Regisseurin Sherry Hormann, bekannt für Filme wie »3096 Tage« und »Wüstenblume«, greift diese Geschichte nun als Spielfilm auf.

In »Nur eine Frau« rekonstruiert sie die Ereignisse, den Lebensweg der Protagonistin und wie es so weit kommen konnte. Nachdem die Ehe von Aynur (Almila Bagriacik) und Bekir (Özgür Karadeniz) gescheitert ist und sie wieder bei ihren Eltern eingezogen ist, beschließt sie sich ihr eigenes Leben aufzubauen. Sie sucht sich einen Job, zieht mit ihrem Baby in eine eigene Wohnung, legt das Kopftuch ab und verliebt sich in einen Deutschen (Jacob Matschenz). Das gefällt ihrer Familie nicht, die beschließt, dass Aynur sterben muss. Die Regisseurin Hormann rekonstruiert ihre Geschichte anhand echter Interviews und stellt diese fast minutiös in ihrem Film nach. Dank eines authentischen Settings, den wunderbaren Darstellern, allen voran die Hauptdarstellerin Almila Bagriacik, und einem realistischen und nicht pathetischen Blick auf die Ereignisse, gelingt der Filmemacherin ein einfühlsames Drama und gleichzeitig höchst politisches Kino. »Nur eine Frau« schafft es, viele Themen wie Emanzipation, Familie und Integration anzusprechen, so dass der Zuschauer gar nicht anders kann, als danach sensibilisierter dafür zu sein.

Doreen

Das Original ist besser!Border (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
21:45

Regie: Ali Abbasi, (Schweden/Dänemark), 2018

Darsteller: Eva Melander, Eero Milonoff, Viktor Åkerblom u.a.

Border (OmdU)

Von weit jenseits der Gruselgrenzen grüßt dieser zwiespältige Film, der in Cannes ausgezeichnet wurde und der sich nun aufmacht, hiesiges Publikum zwischen Entzücken und Bestürzung hin und her zu schwenken. Tina (Eva Melander) ist unschlagbar gut in ihrem Job; als Zollbeamtin hat sie ein feines Näschen für Schmuggler. Ihre Erfolgsquote liegt bei 100%, denn sie riecht die Angst, die an der Lüge klebt, buchstäblich. Womöglich hängt diese Gabe direkt zusammen mit einem angeborenen Gendefekt, der ebenfalls für Tinas verwachsenes Gesicht verantwortlich ist. Doch Tina kann gut unterscheiden zwischen Menschen, die einfach nur Angst vor ihrem ungewöhnlichen Äußeren haben und solchen, die mit einem arroganten Spruch kinderpornografische Dateien an ihr vorbei schmuggeln wollen. Als eines Tages Vore (Eero Milonoff) vor ihr steht, spielen ihre Nase und ihr Herz jedoch vollkommen verrückt. Vore leidet offensichtlich am gleichen, klobigen Gesichtsdefekt und die Beamtin fühlt sich sofort zu ihm hingezogen. Sie erinnert sich an ihre Kindheit, als sie glaubte, etwas Besonderes zu sein. In Vores Gegenwart kehrt dieser Glaube nun zurück. Und noch mehr Gemeinsames offenbart ihr Vore, das zurück reicht in die Vergangenheit… Ein Jammer, dass Tinas Nase ausgerechnet bei ihm versagt. Der schwedische Regisseur Ali Abbasi zieht alle Register und vermischt Fantasy, Lovestory und knallharten Thriller zu einem olfaktorischen Reigen aus Schuld, Sühne und Vergeltung. Und reibt uns leise und nebenbei eine gepfefferte Portion Gesellschaftskritik unter die Nase.

Alpa Kino

Weit. Die Geschichte von einem Weg um die Welt

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
17:45

Regie: Gwendolin Weisser, Patrick Allgaier, (Deutschland), 2017

Weit. Die Geschichte von einem Weg um die Welt

Prolog: Uns zieht es hinaus. Mit Rucksack, Zelt und nur dem, was wir wirklich brauchen. Und das alles über Land. Nie den Kontakt zur Erde verlieren. Immer Strecke spüren. Über die Meere mit dem Schiff, denn jeden Meter wollen wir mit all unseren Sinnen wahrnehmen, mit Zeit reisen.

Wir lernen Grenzen kennen. Wollen lernen, was Verzicht heißt und was Genuss bedeutet. Es ist der Versuch, nicht mehr als 5 Euro am Tag auszugeben. 2 oder 3 Jahre. Vielleicht mehr, vielleicht weniger.

Wir sind keine Helden, sind nichts Besonderes, wir hören lediglich auf das Gefühl in unserem Bauch.

Wir verlassen unser Zuhause, um zu lernen, was für andere Heimat bedeutet.

»Weit - Die Geschichte von einem Weg um die Welt« erzählt bunt und authentisch von unserer außergewöhnlichen Reise um die Erde. Zu zweit sind wir in den Osten losgezogen, um dreieinhalb Jahre später zu dritt aus dem Westen wieder nach Hause zu kehren. Ohne zu fliegen, erkundeten wir die Welt, stets von Neugierde und Spontanität begleitet.

Das Original ist besser!Van Gogh - At Eternity's Gate (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
21:45 21:45 21:45

Regie: Julian Schnabel, (Großbritannien/Frankreich/USA/Schweiz), 2018

Darsteller: Willem Dafoe, Oscar Isaac, Rupert Friend u.a.

Van Gogh - At Eternity's Gate (OmdU)

Willem Dafoe war 1988 Jesus Christus, 30 Jahre später ist er van Gogh. Regisseur Julian Schnabel hat auf die Jesus-Rolle Dafoes in Martin Scorseses Film »Die letzte Versuchung Christi« mehrfach hingewiesen - offensichtlich kommt es ihm darauf an, Parallelen zu ziehen. Scorseses Film und Dafoes Spiel polarisierten seinerzeit enorm. 1990 wiederum spielte Scorsese in Akira Kurosawas Film »Dreams« einen van Gogh, der sich ein Ohr abgeschnitten hat, weil es ihm nicht gelungen ist, es auf eine für ihn gültige Weise zu malen. Ein triftiger Grund für einen Maler. Van-Gogh-Filme gibt es einige, aber Julian Schnabel, selbst Maler, erzählt konsequent aus der Perspektive des Künstlers - und konzentriert sich ganz und gar darauf, wie Vincent van Gogh die Welt wahrgenommen haben könnte.

So beeindruckt seine Version der letzten Phase im Leben des Künstlers mit krassen farbgesättigten Landschaftsaufnahmen und hart gegeneinander geschnittenen kontrastierenden Lichtstimmungen, die die inneren Kämpfe des rastlosen Malers spiegeln und gleichzeitig nahe an den Motiven seiner Bilder bleiben, ohne je ins Illustrative abzugleiten. Die dramatischste Landschaft ist das Gesicht des Künstlers. Die Kamera kommt Willem Dafoe extrem nah, seine Falten gleichen trockenen aufgerissenen Ackerfurchen - Seelenlandschaft pur und großes Kino.

Wenn Julian Schnabel dreht, ist der Cast erlesen: Rupert Friend glänzt als van Goghs Bruder Theo, Mads Mikkelsen gibt den knallharten Dorfpriester, der sehr genau die Gefahr wittert, die von den wilden Bildern ausgeht und Mathieu Amalric spielt den zugewandten kunstaffinen Dr. Gachet. Der Titel lädt den Film sehr pathetisch auf - geht aber ganz einfach auf ein Gemälde van Goghs zurück.

Grit Dora

Das Original ist besser!Free Solo

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
17:00
18:00
21:45

Regie: Jimmy Chin, Elizabeth Chai Vasarhelyi, (USA), 2018

Darsteller: Alex Honnold, Tommy Caldwell, Jimmy Chin u.a.

Free Solo

Von unglaublichen Leistungen erzählt dieser Film. Denn bei diesem Sportler kann jeder Fehler, jede kleinste Unaufmerksamkeit den Tod bedeuten: Free-Solo-Kletterer Alex Honnold bereitet sich im Sommer 2017 auf die Erfüllung seines Lebenstraums vor. Er will den bekanntesten Felsen der Welt erklimmen, den 975 Meter hohen und fast senkrechten El Capitan im Yosemite-Nationalpark in Kalifornien. „Free Solo“ bedeutet: im Alleingang, ohne Seil und ohne Sicherung.

Die mehrfach preisgekrönte Dokumentarfilmerin Elizabeth Chai Vasarhelyi und ihr Kameramann, Profi- Bergsteiger Jimmy Chin, durften Honnold begleiten und fesseln die Zuschauer mit sensationellen Naturaufnahmen in schwindelerregenden Bildern.

Entstanden ist so das atemberaubende und zugleich intime Porträt eines der ungewöhnlichsten Athleten unserer Zeit. »Free Solo« erzählt von den Opfern, die Honnold erbringen muss, um körperliche Höchstleistungen erzielen zu können, von Rückschlägen und Verletzungen. Was treibt Honnold an, sein Leben zu riskieren und wie gehen seine Eltern, Freunde und seine Lebensgefährtin damit um?

Den Dokumentarfilmern Elizabeth Chai Vasarhelyi und Jimmy Chin (»Meru«) ist ein hochspannender Kletter-Thriller und ein inspirierendes Sportlerporträt gelungen. Ganz nah dran an ihrem Protagonisten zeigen sie, wie er durch perfekte Vorbereitung alle Ängste besiegt, um sein unmöglich scheinendes Vorhaben in die Tat umzusetzen. Mit beeindruckenden Kamerabildern, gedreht aus schwindelerregenden Perspektiven, ermöglichen sie dem Zuschauer, den Aufstieg aus nächster Nähe mitzuerleben.

»Free Solo« ist Gewinner des People's Choice Award auf dem Toronto International Film Festival 2018 und wurde von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences für den diesjährigen OSCAR in der Kategorie Bester Dokumentarfilm nominiert.

ak

Das Original ist besser!mid90s (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
18:15

Regie: Jonah Hill, (USA), 2018

Darsteller: Sunny Suljic, Katherine Waterston, Lucas Hedges u.a.

mid90s (OmdU)

Jonah Hills Regiedebüt ist eine Zeitreise mitten in die 90er. Eine Zeit, in der Skateboarden sportliche Konventionen sprengte und man mit Mixtapes Mädels beeindrucken konnte. Stevie ist 13 und wächst unter schwierigen Verhältnissen in Los Angeles auf. Seine Tage verbringt er mit „Street Fighter II“ zocken und heimlich die CD-Sammlung seines großen Bruders rauf und runter hören. Als er anfängt, mit den Jungs vom Local Skateshop abzuhängen, öffnet sich ihm eine völlig neue Welt: Skaten an verbotenen Plätzen, Abhauen vor der Polizei, Hauspartys und natürlich Girls. Befreit aus der Umklammerung seiner allein erziehenden Mutter und den Prügeln seines Bruders, fühlt sich Stevie unbesiegbar – bis er merkt, dass auch seine Idole auf die Schnauze fliegen können. Und das nicht nur beim Skaten.

Jonah Hills Liebeserklärung an die 90er-Jahre wurde auf 16mm gedreht und mit einem Soundtrack von den Pixies bis zum Wu-Tang Clan versehen. Dem Hollywood-Star gelingt ein Nostalgietrip in eine Zeit, deren Mode und Popkultur heute Kult sind.