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Kinoprogramm Donnerstag, 23.11.2017 - Mittwoch, 29.11.2017

The Big Sick (dt. Fassung)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
18:30
19:00
19:30

Regie: Michael Showalter, (USA), 2017

Darsteller: Zoe Kazan, Kumail Nanjiani, Holly Hunter u.a.

The Big Sick (dt. Fassung)

Kumail (Kumail Nanjiani) versucht, seinen Lebensunterhalt in Chicago als Stand-up-Comedian zu verdienen, und falls seine Masche vom guten Pakistaner mal nicht zieht, fährt er nebenbei Taxi. Als Junggeselle wird er von seiner Familie ständig mit heiratswilligen Landsfrauen versorgt, er müsste bloß zugreifen, doch auch hier beschreitet er eigene Wege. Die Masche vom guten Pakistaner, der in einer arrangierten Ehe lebt, zieht bei ihm schon lang nicht mehr. Statt dessen trifft er sich seit kurzem mit einer Weißen. Emily (Zoe Kazan), eine geschiedene Psychologie-Studentin, passt nicht gerade ins Beuteschema eines schiitischen Pakistaners, aber Kumail hat wirklich alles ausprobiert, hat während seiner Show versucht ihre frechen Zwischenrufe zu überhören, hat sie zu getextet, den Horrortest mit ihr gemacht, - nichts hat geholfen, alles hat funktioniert. Die Beiden müssen sich einfach verlieben. Nur von seiner konservativen Familie hat er ihr nichts erzählt und irgendwann nimmt Emily diese Unentschlossenheit persönlich und macht einen Rückzieher. An dieser Stelle würde kein Drehbuchschreiber der Welt auf die Idee mit dem Koma kommen, in das die Angebetete nun für zwei Wochen fällt. Wodurch sich Kumail und Emilys Eltern im Krankenhaus kennen lernen und täglich viele Stunden miteinander klar kommen müssen, … und doch hat die plötzlich bei Emily V. Gordon diagnostizierte Krankheit Adulter Morbus Still dem zauderhaften Kumail im wahren Leben sämtliche Flausen ausgetrieben. Den Eltern von Emily (Holly Hunter und Ray Romano) ergeht es bald wie einst der Tochter, sie erliegen dem Charme des jungen Mannes und wünschen sich insgeheim, ihre Tochter möge bald wieder gesund werden und ihren Entschluss überdenken…

Nur minimal wurde diese Geschichte ausgeschmückt, beschwören Hauptdarsteller Kumail Nanjiani und dessen Frau und Drehbuchautorin Emily V. Gordon, und das erklärt vielleicht, warum der Film beim Sundance Festival im Frühjahr 2017 zum Publikumsliebling wurde.

Alpa Kino

Das Original ist besser!Detroit (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
21:15 21:15

Regie: Kathryn Bigelow, (USA), 2017

Darsteller: John Krasinski, John Boyega, Will Poulter u.a.

Detroit (OmdU)

Ausnahmezustand in Detroit. Wirtschaftliche Unzufriedenheit, systematische Diskriminierung von Minderheiten sowie gescheiterte Militäreinsätze haben die Bevölkerung desillusioniert. In vielen Großstädten gehen Leute auf die Straße und protestieren. Die Handlung von Kathryn Bigelows neustem Werk klingt so, als könnte sie eins zu eins aus einer beliebigen Tagesschau des letzten Jahres übernommen worden sein. Tatsächlich dreht sich alles jedoch um die Schrecken erregenden Ereignisse eines Abends der Bürgerrechtsaufstände in Detroit im Sommer 1967. Als zwei Tage nach Beginn der Aufstände in einem Motel Pistolenschüsse gemeldet werden, rückt die Polizei mit einem Großaufgebot an. Was als nächstes folgt, ist eine von Vorurteilen und Gewalt geprägte Razzia. Die anwesenden Motelgäste müssen sich einem aufreibenden Verhör unterziehen - in Isolation sollen sie durch Erniedrigung und Einschüchterung zu Geständnissen genötigt werden. Das lebensbedrohliche Machtspiel eskaliert und bringt schwerwiegende Folgen mit sich. Es stellt sich die Frage, was schockierender ist: die Tatsache, dass gut ein halbes Jahrhundert vergangen ist, aber die gesellschaftlichen Brennpunkte von damals sich kaum zu verändert haben scheinen? Oder vielleicht, dass die Handlung heutzutage nicht funktionieren würde? Denn es ist zweifelhaft, ob im Angesicht der heutigen Waffenkultur übersensible Polizisten bei der Razzia überhaupt jemanden hätten lang genug leben lassen, um es noch zu einem Verhör zu schaffen.

Julio Espin

Bundesstart - Das Original ist besser!
Original Version with German subs 

Teheran Tabu

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
17:15
17:30
17:45

Regie: Ali Soozandeh, (Deutschland/Österreich), 2017

Darsteller: Elmira Rafizadeh, Zahra Amir Ebrahimi, Arash Marandi u.a.

Teheran Tabu

In »Teheran Tabu«, dem Debütfilm von Ali Soozandeh, geht es um drei selbstbewusste Frauen und einen jungen Musiker, deren Lebenswege sich in der schizophrenen Welt der iranischen Hauptstadt Teheran kreuzen. Sex, Korruption, Drogen und Prostitution gehen in dieser brodelnden Metropole einher mit strengen religiösen Gesetzen. Das Umgehen von Verboten wird zum Alltagssport und der Tabubruch zur individuellen Selbstverwirklichung.

The Square (dt. Fassung)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
20:45
21:45 21:45

Regie: Ruben Östlund, (Schweden/Deutschland/Frankreich/Dänemark), 2017

Darsteller: Claes Bang, Elisabeth Moss, Dominic West u.a.

The Square (dt. Fassung)

Der europäischen Co-Produktion eilen die Lorbeeren voraus. Kein Wunder! Denn seine Feuertaufe hat das neue Werk von Ruben Östlund (»Höhere Gewalt«) bereits bestanden. Bei den Filmfestspielen in Cannes gewann das Satire-Drama die Goldene Palme, die bekanntermaßen wichtigste Auszeichnung jenes Festivals. Und man muss sagen: Der Preis ist absolut gerechtfertigt.

Christian Nielsen (Claes Bang) ist ein erfolgreicher Kurator, der gerade dabei ist, seine neue Ausstellung vorzubereiten. „The Square“, so ihr griffiger Titel, soll einen Raum schaffen, in dem die Menschen auf vier mal vier Metern ihre humanitären Empfindungen (wieder-)entdecken, ihr wachsendes Misstrauen ablegen sollen. Doch wie weit ist es mit der eigenen Menschlichkeit hergeholt? Denn der Stockholmer Kunstliebhaber ist selbst nicht frei von Ängsten und Sorgen, zudem fliegt ihm die gewagte Marketingkampagne zur Ausstellung um die Ohren und seine Affäre (Elisabeth Moss) macht ihm das Leben auch nicht leichter. Als ihm dann zu allem Überfluss das Handy und die Brieftasche geklaut werden, begibt sich der zweifache Familienvater auf die Suche und entblößt dabei ganz eigene Schwächen.

Bei der Jury und den Besuchern in Cannes kam das europäische Gemeinschaftswerk bestens an und auch das hiesige Publikum wird seine wahre Freude an »The Square« haben. Wer weiß, vielleicht riskieren wir ja sogar einen Gedanken an unser eigenes Leben und inwiefern wir uns selbst mal in den »Square« begeben sollten?!

juko

Weit. Die Geschichte von einem Weg um die Welt

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
16:15
17:15 17:15

Regie: Gwendolin Weisser, Patrick Allgaier, (Deutschland), 2017

Weit. Die Geschichte von einem Weg um die Welt

Prolog: Uns zieht es hinaus. Mit Rucksack, Zelt und nur dem, was wir wirklich brauchen. Und das alles über Land. Nie den Kontakt zur Erde verlieren. Immer Strecke spüren. Über die Meere mit dem Schiff, denn jeden Meter wollen wir mit all unseren Sinnen wahrnehmen, mit Zeit reisen.

Wir lernen Grenzen kennen. Wollen lernen, was Verzicht heißt und was Genuss bedeutet. Es ist der Versuch, nicht mehr als 5 Euro am Tag auszugeben. 2 oder 3 Jahre. Vielleicht mehr, vielleicht weniger.

Wir sind keine Helden, sind nichts Besonderes, wir hören lediglich auf das Gefühl in unserem Bauch.

Wir verlassen unser Zuhause, um zu lernen, was für andere Heimat bedeutet.

»Weit - Die Geschichte von einem Weg um die Welt« erzählt bunt und authentisch von unserer außergewöhnlichen Reise um die Erde. Zu zweit sind wir in den Osten losgezogen, um dreieinhalb Jahre später zu dritt aus dem Westen wieder nach Hause zu kehren. Ohne zu fliegen, erkundeten wir die Welt, stets von Neugierde und Spontanität begleitet.

Das Original ist besser!The Big Sick (OmU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
19:15
19:30 19:30

Regie: Michael Showalter, (USA), 2017

Darsteller: Zoe Kazan, Kumail Nanjiani, Holly Hunter u.a.

The Big Sick (OmU)

Kumail (Kumail Nanjiani) versucht, seinen Lebensunterhalt in Chicago als Stand-up-Comedian zu verdienen, und falls seine Masche vom guten Pakistaner mal nicht zieht, fährt er nebenbei Taxi. Als Junggeselle wird er von seiner Familie ständig mit heiratswilligen Landsfrauen versorgt, er müsste bloß zugreifen, doch auch hier beschreitet er eigene Wege. Die Masche vom guten Pakistaner, der in einer arrangierten Ehe lebt, zieht bei ihm schon lang nicht mehr. Statt dessen trifft er sich seit kurzem mit einer Weißen. Emily (Zoe Kazan), eine geschiedene Psychologie-Studentin, passt nicht gerade ins Beuteschema eines schiitischen Pakistaners, aber Kumail hat wirklich alles ausprobiert, hat während seiner Show versucht ihre frechen Zwischenrufe zu überhören, hat sie zu getextet, den Horrortest mit ihr gemacht, - nichts hat geholfen, alles hat funktioniert. Die Beiden müssen sich einfach verlieben. Nur von seiner konservativen Familie hat er ihr nichts erzählt und irgendwann nimmt Emily diese Unentschlossenheit persönlich und macht einen Rückzieher. An dieser Stelle würde kein Drehbuchschreiber der Welt auf die Idee mit dem Koma kommen, in das die Angebetete nun für zwei Wochen fällt. Wodurch sich Kumail und Emilys Eltern im Krankenhaus kennen lernen und täglich viele Stunden miteinander klar kommen müssen, … und doch hat die plötzlich bei Emily V. Gordon diagnostizierte Krankheit Adulter Morbus Still dem zauderhaften Kumail im wahren Leben sämtliche Flausen ausgetrieben. Den Eltern von Emily (Holly Hunter und Ray Romano) ergeht es bald wie einst der Tochter, sie erliegen dem Charme des jungen Mannes und wünschen sich insgeheim, ihre Tochter möge bald wieder gesund werden und ihren Entschluss überdenken…

Nur minimal wurde diese Geschichte ausgeschmückt, beschwören Hauptdarsteller Kumail Nanjiani und dessen Frau und Drehbuchautorin Emily V. Gordon, und das erklärt vielleicht, warum der Film beim Sundance Festival im Frühjahr 2017 zum Publikumsliebling wurde.

Alpa Kino

Bundesstart - Das Original ist besser!
Original Version with German subs

Detroit (dt. Fassung)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
21:30
21:45

Regie: Kathryn Bigelow, (USA), 2017

Darsteller: John Krasinski, John Boyega, Will Poulter u.a.

Detroit (dt. Fassung)

Ausnahmezustand in Detroit. Wirtschaftliche Unzufriedenheit, systematische Diskriminierung von Minderheiten sowie gescheiterte Militäreinsätze haben die Bevölkerung desillusioniert. In vielen Großstädten gehen Leute auf die Straße und protestieren. Die Handlung von Kathryn Bigelows neustem Werk klingt so, als könnte sie eins zu eins aus einer beliebigen Tagesschau des letzten Jahres übernommen worden sein. Tatsächlich dreht sich alles jedoch um die Schrecken erregenden Ereignisse eines Abends der Bürgerrechtsaufstände in Detroit im Sommer 1967. Als zwei Tage nach Beginn der Aufstände in einem Motel Pistolenschüsse gemeldet werden, rückt die Polizei mit einem Großaufgebot an. Was als nächstes folgt, ist eine von Vorurteilen und Gewalt geprägte Razzia. Die anwesenden Motelgäste müssen sich einem aufreibenden Verhör unterziehen - in Isolation sollen sie durch Erniedrigung und Einschüchterung zu Geständnissen genötigt werden. Das lebensbedrohliche Machtspiel eskaliert und bringt schwerwiegende Folgen mit sich. Es stellt sich die Frage, was schockierender ist: die Tatsache, dass gut ein halbes Jahrhundert vergangen ist, aber die gesellschaftlichen Brennpunkte von damals sich kaum zu verändert haben scheinen? Oder vielleicht, dass die Handlung heutzutage nicht funktionieren würde? Denn es ist zweifelhaft, ob im Angesicht der heutigen Waffenkultur übersensible Polizisten bei der Razzia überhaupt jemanden hätten lang genug leben lassen, um es noch zu einem Verhör zu schaffen.

Julio Espin

Bundesstart - Das Debüt im Thalia

Körper und Seele - letzte Vorstellung!

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
19:00

Regie: Ildikó Enyedi, (Ungarn), 2017

Darsteller: Alexandra Borbély, Geza Morcsányi, Réka Tenki u.a.

Körper und Seele - letzte Vorstellung!

Wie kann man eine Liebesgeschichte voller Leidenschaft so leidenschaftslos wie möglich darstellen? Diese Frage beschäftigte die ungarische Regisseurin Ildikó Enyedi, als sie das Drehbuch zu »Körper und Seele« schrieb. Viele Jahre war es ruhig um die Filmemacherin. In der Zeit entwarf sie viele Ideen, aber erst dieses Drehbuch wurde schlussendlich verwirklicht. Was für ein Glück für uns! Es entführt den Zuschauer in die kalte und technische Welt eines Schlachthauses. Dort begegnen sich der ruhige Finanzdirektor Endre (Géza Morcsányi) und die neue Gesundheitsinspektorin Mária (Alexandra Borbély). Diese ist so introvertiert, dass jede Kontaktaufnahme scheitert, bis die beiden eines Tages feststellen, dass sie in der Nacht die gleichen Träume haben. Zaghaft beginnt auch eine Annäherung außerhalb der Traumwelt. Dieses märchenhafte Element in der Geschichte gibt diesem realen Schauplatz mit seinen ungeschönten und dokumentarisch gefilmten Schlachthausbetriebsszenen eine surrealistische Qualität. Dabei fängt der Kameramann Máté Herbai die Bilder, egal wie blutig sie sind, wunderschön und wie Stillleben ein. Diese Mischung aus Traum und Wirklichkeit, den introvertierten, sympathischen Menschen und ihrer inneren, tobenden Leidenschaft macht »Körper und Seele« zu einem eindrücklichen, wunderschönen Film, der nicht zu Unrecht viele Preise, darunter auch den Goldenen Bären auf der Berlinale gewann. Wunderschöner kann Arthouse-Kino gar nicht sein.

Doreen