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Kinoprogramm Donnerstag, 13.12.2018 - Mittwoch, 19.12.2018

Hamburger Gitter

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
17:00
17:30

Regie: Marco Heinig, Steffen Maurer, Luise Burchard, Luca Vogel, (Deutschland), 2018

Hamburger Gitter

Trailer: http://www.hamburger-gitter.org/trailer.html

Der Trailer von „Hamburger Gitter – Der G20-Gipfel als Schaufenster moderner Polizeiarbeit“ löst bereits ein beachtliches Interesse in den sozialen Netzwerken aus, wenige Wochen bevor sich die Ereignisse in Hamburg zum ersten Mal jähren. Der Film stellt das Vorgehen von Polizei und Justiz in den Mittelpunkt, 12 Expert*innen und 5 Betroffene ziehen darin Bilanz.

Seit Montag (04.06) hat die Ankündigung des Films in Form eines Trailers bereits mehr als 60.000 Menschen erreicht. Seitdem erreichen dutzende Anfragen von Initiativen und Privatleuten, aber auch großen Medien und Kinos die Filmemacher*innen. Es ist der erste Langfilm mit einer hohen Dichte von Expert*innen und professionellem Bildmaterial zum Thema.

Der Film fragt: Welche Garantien des Grundgesetzes konnten rund um den G20-Gipfel standhalten? Mit welcher Leichtigkeit konnten die Behörden agieren? Welche Methoden der Ausnahmesituation werden langsam zur Normalität? Und welche Gesellschaft zeichnet sich da am Horizont ab? Antworten geben u.a. Rafael Behr (Prof. für Polizeiwissenschaft, Akademie der Polizei Hamburg), Christiane Schneider (Hamburger Bürgerschaft), Heribert Prantl (Chefredaktion Süddeutsche Zeitung); der Pressesprecher der Polizei Hamburg; der junge Aktivist Fabio V., der vier Monate in Untersuchungshaft saß, seine Anwältin und Vorstand im RAV, Gabriele Heinecke; sowie viele weitere aus Polizei, Medien, Wissenschaft, Justiz und Aktivismus.

Der Hintergrund: bis zu 170 Ermittler arbeiten an hunderten Verfahren gegen militante Demonstranten und Menschen die sich an Ausschreitungen und Plünderungen beteiligten. Harte Strafen wurden gefordert und in bisher über 40 Fällen auch verhängt. Der Staat verlor im Sommer 2017 die Kontrolle in Hamburg und versucht sie nun zurückzugewinnen. „Mit allen Mitteln“, war selten so wörtlich zu nehmen wie im Fall der G20-Verfahren. Eine Öffentlichkeitsfahndung von noch nie dagewesenem Ausmaß stellte über zweihundert Menschen mit vagen Verdachtsmomenten „an den Pranger“ und die Boulevard-Presse „spielte den Hilfssheriff“. 30 Wohnungen und Häuser wurden mit hoch bedenklichen Begründungen durchsucht und ein linkes Medienportal vom Innenminister verboten.

Eine Redaktionsgruppe des Videokollektivs „leftvision“ ging der Frage nach, ob die Befugnisse der Sicherheitsbehörden auf den Prüfstand gehören? Droht die Gefahr, dass bei echten politischen Krisen alle Dämme des Rechts brechen, die den Bürger vor staatlicher Willkür schützen sollten? 13 Kameraleute filmten das Material während der G20-Tage welches ein umfangreiches und detailliertes Panorama in diesem Dokumentarfilm ermöglicht. Einschätzungen von 17 Protagonist*innen bilden den inhaltlichen Faden eines Films der weit über die Ereignisse vom Juli 2017 hinaus geht.

Der G20-Gipfel als »Schaufenster moderner Polizeiarbeit«

Weit. Die Geschichte von einem Weg um die Welt

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
16:15

Regie: Gwendolin Weisser, Patrick Allgaier, (Deutschland), 2017

Weit. Die Geschichte von einem Weg um die Welt

Prolog: Uns zieht es hinaus. Mit Rucksack, Zelt und nur dem, was wir wirklich brauchen. Und das alles über Land. Nie den Kontakt zur Erde verlieren. Immer Strecke spüren. Über die Meere mit dem Schiff, denn jeden Meter wollen wir mit all unseren Sinnen wahrnehmen, mit Zeit reisen.

Wir lernen Grenzen kennen. Wollen lernen, was Verzicht heißt und was Genuss bedeutet. Es ist der Versuch, nicht mehr als 5 Euro am Tag auszugeben. 2 oder 3 Jahre. Vielleicht mehr, vielleicht weniger.

Wir sind keine Helden, sind nichts Besonderes, wir hören lediglich auf das Gefühl in unserem Bauch.

Wir verlassen unser Zuhause, um zu lernen, was für andere Heimat bedeutet.

»Weit - Die Geschichte von einem Weg um die Welt« erzählt bunt und authentisch von unserer außergewöhnlichen Reise um die Erde. Zu zweit sind wir in den Osten losgezogen, um dreieinhalb Jahre später zu dritt aus dem Westen wieder nach Hause zu kehren. Ohne zu fliegen, erkundeten wir die Welt, stets von Neugierde und Spontanität begleitet.

Das Original ist besser!Under the Silver Lake (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
17:30
20:00

Regie: David Robert Mitchell, (USA), 2018

Darsteller: Andrew Garfield, Riley Keough, Topher Grace u.a.

Under the Silver Lake (OmdU)

Der 33-jährige Sam (Andrew Garfield) treibt recht ziellos durchs Leben. Eines Nachts lernt er seine Nachbarin Sarah (Riley Keough) kennen, als sie im Pool ihrer Apartmentanlage schwimmt und ihn einlädt, mit ihm zu schwimmen. Er verliebt sich schlagartig in sie und die beiden verbringen eine wundervolle Nacht zusammen. Am nächsten Tag fällt das Kartenhaus jedoch in sich zusammen, denn Sarah ist einfach verschwunden. Sam ist am Boden zerstört, doch er ist sich sicher, dass sie ihm Spuren hinterlassen hat und von ihm gefunden werden möchte. Da die Polizei sich nicht für die verschwundene Sarah interessiert, muss Sam selbst in die Rolle des Detektivs schlüpfen und den Hinweisen nachgehen. So beginnt eine skurrile Odyssee quer durch Los Angeles, bei der ihm eine Reihe eigentümlicher Helfer zur Seite stehen und ihm Fingerzeige geben. Bald offenbart sich mehr als nur das Geheimnis um Sarah: eine große Verschwörung, die Milliardäre, Stars und die gesamte Popkultur umgibt.

Der moderne Noir-Thriller wird von Regisseur David Robert Mitchell in Szene gesetzt, der außerdem auch das Drehbuch verfasst hatte. 2010 gab er sein Regiedebüt mit »The Myth of American Sleepover«. Bekannt wurde er jedoch durch seinen Horrorfilm »It Follows« aus dem Jahr 2014.

Anne

Bundesstart - Das Debüt im Thalia

Das Original ist besser!Climax (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
21:45
22:30 22:30
23:45

Regie: Gaspar Noé, (Frankreich), 2018

Darsteller: Adrien Sissoko, Alaia Alsafir, Alexandre Moreau u.a.

Climax (OmdU)

Treffen sich zwei Drehbuchschreiber, sagt der eine: „Ich hab noch kein Script für den neuen Gaspar Noé Film“, und der andere fragt: „Wie ist das Setting? Zwanzig junge Frauen und Männer, die wie wild an einer Tanzchoreographie arbeiten. Und eine riesige Schlüssel mit Sangria. Echt? Ist doch ganz easy, kipp einfach ’ne Handvoll LSD in die Bowle, und halt die Kamera drauf…“.

Überliefert ist dieses Gespräch nicht, doch die Möglichkeit dazu hätte bestanden, kurz nachdem sich Gaspar Noé entschloss, zwanzig talentierte Tänzer und Tänzerinnen einfliegen zu lassen und sie für zwei Wochen in einer leeren Schule einzusperren. Et voilà, Tür zu, Deckel drauf und schauen, was die so treiben. Konventionelle Filme interessieren Noé nicht, seine Agenda, wie im Prolog zu sehen, beinhaltet Pasolini, Lynch, Argento oder Buñuel, und im Grunde will er wieder nur eins: einen beliebigen normalen Ort in ein Irrenhaus verwandeln. Diesem Irrenhaus entkommt zu Beginn ein einzelner Menschenwurm, quer über eine schneeweiße Leinwand kriechend, bevor, alles auf Anfang, die Protagonisten gecastet werden, sie in einer sehenswerten One Shot-Einstellung eine Choreo proben und beschließen, noch eine fette Party durchzuziehen, ehe sie zusammen auf Tour gehen. Hier kommen die Drogen ins Spiel, unwichtig woher und wozu, allein um den folgenden Exzess dreht sich alles. Buchstäblich, denn Noés Kamera kannte noch nie ein Oben oder Unten. Und so stellt sie alles auf den Kopf, schaut durchs Brennglas und vergrößert die Lust und den Schmerz. Alles, was die Menschen unterm Herzen tragen, reißen sie sich nun heraus und schreiben es an die Wände; Zuversicht, Leid, Hass, Neid oder Liebe. Und haben sie zuvor noch diese Gefühle artig, wie vom Blatt, getanzt, deklinieren sie im zweiten Teil, unter Drogeneinfluss, alles noch einmal durch. Improvisieren frei, wild und blutig. Verwandeln sich von den Menschen zurück zu den Tieren. (Noé verwies hier auf Kubricks Eröffnungssequenz aus »2001 - Odyssee im Weltraum« als Inspiration«). Ein Albtraum.

Alpa Kino

Bundesstart - Das Debüt im Thalia

Das Original ist besser!Aufbruch zum Mond (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
17:30
18:30
20:00

Regie: Damien Chazelle, (USA), 2018

Darsteller: Ryan Gosling, Claire Foy, Pablo Schreiber u.a.

Aufbruch zum Mond (OmdU)

In den 1960ern gab es nur ein Thema: den Mond. Vor allem für US-amerikanische Astronauten gab es den einen Traum: als erster Mensch den Mond zu betreten. Allerdings wurde dieser nur für einen Mann Wirklichkeit: Neil Armstrong (Ryan Gosling). Denn als ein Programm entwickelt wird, das den symbolischen Schritt wagen will, der die Menschheit ein gewaltiges Stück voranbringen soll, ist der Traum für Armstrong zum Greifen nah.

Der Film zeigt die Jahre 1961 bis zur Mondlandung im Jahr 1969. Dabei geht es nicht nur um die Entwicklung des Mond-Programms und das Training der Astronauten, sondern auch um die Strapazen einer solchen Pionier-Mission und allem, was dazu gehörte. Vor allem Armstrong selbst und auch seine Frau Janet (Claire Foy) und Familie stehen dabei im Fokus.

Regisseur Damien Chazelle inszenierte »Aufbruch zum Mond« (OT: First Man) erneut mit Ryan Gosling in der Hauptrolle, nachdem er mit ihm schon »La La Land« gedreht hatte. In weiteren Rollen sind Corey Stoll (Buzz Aldrin), Jason Clarke (Ed White) und Kyle Chandler (Derek Slayton) zu sehen.

»Aufbruch zum Mond« ist nach »Guy and Madeline on a Park Bench«, »Whiplash« und »La La Land« das erste Werk von Damien Chazelle, bei dem er nicht selbst das Drehbuch verfasste. Josh Singer nahm sich die Biografie „First Man: A Life of Neil A. Armstrong“ von James R. Hansen vor, um das Drehbuch zu schreiben.

Anne

Das Original ist besser!Loro - Die Verführten (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
21:00
21:30

Regie: Paolo Sorrentino, (Italien/Frankreich), 2018

Darsteller: Toni Servillo (Silvio Berlusconi), Elena Sofia Ricci, Riccardo Scamarcio u.a.

Loro - Die Verführten (OmdU)

Vielleicht sollte man »Loro« jedem Wahlberechtigten in Deutschland zeigen. In Europa. Ach was, überall. Vielleicht versteht dann mal jemand, was passiert, wenn man nicht wählen geht. Weil „keine Lust“, „bringt eh nichts“ oder „keine Zeit“ sind dämliche Ausreden. Wie viel Blut geflossen ist, damit wir wählen dürfen! Noch mehr Blut ist geflossen, damit ich als Frau wählen darf. Und doch gibt es demokratiemüde Menschen, die eine politische Entwicklung samt Staatschef zulassen, über die international gelacht wird. Nein, ich rede nicht von Trump. Vor Trump war da schon Berlusconi, Il Cavaliere. Der Mensch scheint jedoch fast der gleiche: Bauunternehmer, Populist, Präsident, Glamour, Geld, Frauen…the list goes on.

Paolo Sorrentino hat das kreative und visuelle Potenzial erkannt: Besser als diese irre Realität kann Kino kaum sein. Der Oscarpreisträger folgt dem ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi rund um dessen letzte Wiederwahl 2008. Er thematisiert die schwierige Beziehung mit seiner Frau sowie den Glamour, die Korruption und die Intrigen, die ihn wie ein dichtgewobenes Netz umgeben. Und immer wieder gibt es da die jungen Frauen, wo man hinblickt, Frauen… Boys will be Boys.

Wäre sie nicht leider wahr, wäre die Berlusconi-Geschichte ein großartiger, bunter, unterhaltsamer und abstruser Kinofilm. So sitzt man jedoch eingesunken und demotiviert im Kinosessel und denkt: Das darf doch alles nicht wahr sein! Entschuldigt den politischen Ausraster zu Beginn. Das macht der Film leider mit einem. Jetzt heißt es nur abwarten, wann die Trump-Version in die Kinos kommt.

Viktoria Franke

EUROPEAN ART CINEMA DAY

Das Original ist besser!Bohemian Rhapsody (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
18:30
19:00

Regie: Bryan Singer, Dexter Fletcher, (Großbritannien/USA), 2018

Darsteller: Rami Malek (Freddie Mercury, Joseph Mazzello, Lucy Boynton u.a.

Bohemian Rhapsody (OmdU)

»Bohemian Rhapsody« ist die längst überfällige filmische Hommage an Queen, deren fabelhafte Musik und den Ausnahmesänger und krass exzentrischen Entertainer Freddie Mercury. Queen widersetzten sich Klischees, trotzten Konventionen, machten komplexe Musik und hatten damit Erfolg. Der Film erzählt den rasenden Aufstieg der Band durch ihre einzigartigen Songs, die ohne Rücksicht auf den Mainstream entstanden und dennoch die Massen erreichten. Der Sound von Queen bleibt revolutionär. Auch für Mercurys außer Kontrolle geratenden Lebensstil, seinen Twist zur Solokarriere, die Rückkehr zu Queen und das berühmte „Live Aid”-Konzert, für all diese extrem unterschiedlichen Situationen findet der Film beeindruckend glaubwürdige Bilder, ohne in die Imitationsfalle zu tappen. Rami Malek wirft sich in die Rolle von Freddie Mercury und gibt alles. In den Szenen der Wiedervereinigung der Band für eines der herausragendsten Konzerte der Rockmusikgeschichte entfaltet er sein charismatisches Potential. »Bohemian Rhapsody« zeigt den Spirit von Queen, der bis heute Generationen inspiriert und begeistert.

We Will Rock You!

Grit Dora

Das Original ist besser!Suspiria (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
21:00

Regie: Luca Guadagnino, (Italien/USA), 2018

Darsteller: Dakota Johnson, Tilda Swinton, Mia Goth u.a.

Suspiria (OmdU)

Die junge Amerikanerin Susie Bannion (Dakota Johnson) wird an der renommierten europäischen Tanzakademie Markos angenommen und kommt nach Berlin. Sie freundet sich mit Sara (Mia Goth) an und macht schnell erstaunliche Fortschritte unter der Aufsicht der revolutionären Vize-Leiterin Madame Blanc (Tilda Swinton). Bald wird jedoch klar, dass etwas weitaus Düsteres und Übernatürlicheres sein Unwesen am Institut treibt als nur der Konkurrenzdruck unter Ballerinen. Als dann die Tänzerin Patricia (Chloë Grace Moretz) unter ungeklärten Umständen verschwindet, kommt der Psychotherapeut der jungen Tanzschülerin, Dr. Jozef Klemperer (Lutz Ebersdorf), einem dunklen Geheimnis auf die Spur. Es scheint, als würden sich hinter der Fassade der Tanzschule mehrere Hexen verbergen.

»Suspiria« ist ein Horrorthriller-Remake des gleichnamigen italienischen Horrorfilms von Dario Argento aus dem Jahr 1977. Mit den grellen Farben, dem expressiven Dekor und dem surrealistischen Sounddesign galt er als Musterbeispiel des italienischen Giallo, einer besonderen Unterart des italienischen Thrillers. Schon 2007 versuchte David Gordon Green ein Remake in Gang zu bringen, wurde allerdings 2015 von Luca Guadagnino ersetzt. Der italienische Regisseur holte sich Tilda Swinton vor die Kamera, ebenso Dakota Johnson, mit denen er schon »A Bigger Splash« drehte.

Anne