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THALIA - Cinema . Coffee and Cycling

Kinoprogramm Donnerstag, 22.10.2020 - Mittwoch, 28.10.2020

DAVE // Music in MotionKeyboard Fantasies: The Beverly Glenn-Copeland Story

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
21:30

Auch 2020 darf man sich beim DAVE Festival wieder auf »Music in Motion« freuen. Natürlich nur in Dresdens einzig wahrem Nanoplex, dem Thalia Kino. Kuratiert wird die Musikdokumentationsreihe seit 2017 von Philipp Demankowski.

»Keyboard Fantasies« erzählt die mystische Geschichte von Beverly Glenn-Copeland, teils als Biografie, teils als Tourneedokumentation. 1986 produzierte die von Science-Fiction besessene Künstlerin nahezu in völliger Isolation das Album »Keyboard Fantasies«, das heute Kultstatus hat. Nach der Wiederentdeckung des Albums erzählt der schwarze Trans-Musiker sein Leben: von den einsamen 1960er Jahren bis hin zur Begeisterung über die Gegenwart.

English Version

In 2020 you can look forward to »Music in Motion« at the DAVE Festival again. Only in Dresden's only true Nanoplex, the Thalia cinema. The music documentary series has been curated by Philipp Demankowski since 2017.

Keyboard Fantasies: The Beverly Glenn-Copeland Story

Regie: Posy Dixon

1h 3min, 2019

As a sci-fi obsessed woman living in near isolation, Beverly Glenn-Copeland wrote and self-released Keyboard Fantasies in Huntsville, Ontario back in 1986. Recorded in an Atari-powered home studio, the cassette featured seven tracks of a curious folk-electronica hybrid, a sound realized far before its time.

https://www.dave-festival.de

DAVE // Music in MotionDouble Feature: Raving Riot / Flipside

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
21:30

Auch 2020 darf man sich beim DAVE Festival wieder auf »Music in Motion« freuen. Natürlich nur in Dresdens einzig wahrem Nanoplex, dem Thalia Kino. Kuratiert wird die Musikdokumentationsreihe seit 2017 von Philipp Demankowski. »Raving Riot« und »Flipside« werden als Double Feature gezeigt, in Kooperation mit »HOUSE OF STARS – (Queere) Clubkultur in Georgien als politischer Aktivismus«.

Raving Riot

Regie: Stepan Polivanov

1h 3min, 2019

Flipside

Regie: Stepan Polivanov

45 min, 2016

»Raving Riot«, ein von Stepan Polivanov und dem Studio Stereotactic realisierter Dokumentarfilm, folgt den Ereignissen vom Mai 2018 in Tiflis, Georgien, als Drogenrazzien der Polizei in den Clubs Gallery und Bassiani eine gewaltige Protestkundgebung auslösten: Ein Rave vor dem Parlamentsgebäude, der zwei Tage lang dauerte. Das ganze Land sah eine neue, junge Generation, für die elektronische Musik ein integraler Bestandteil des Lebens ist. Der Protest war eine natürliche Reaktion auf das grobe Eindringen der staatlichen Behörden in die unabhängige Kultur. Zwei Tage später sah sich der Innenminister Georgij Gakharia zu einer Entschuldigung bei den Demonstranten gezwungen. Die russische Premiere des Films fand auf dem Beat-Filmfestival 2019 statt und wurde mit mehr als 2500 Zuschauern zu einem Festivalhit.

»Flipside« ist ein Dokumentarfilm über die Welt der Schallplatten in Russland. Der Film enthüllt die Geschichte des legendären Mediums, das in der UdSSR sehr populär war, in den Jahren der Perestroika aber in Vergessenheit geriet und heute aus der Asche aufersteht. Welchen Platz hat die Vinyl-Schallplatte in der Welt der digitalen Technologien? Wer sind die Menschen, die heute Schallplatten sammeln, verkaufen und kaufen, und warum tun sie das? Warum vergöttern DJs und Musiker*innen weiterhin Vinyl? Wie schafften es die Plattenspieler von den Mülleimern zurück in die Hi-End-Luxusläden? Antworten auf all diese Fragen gibt es in einem einzigartigen Film für Musikfans.

English Version

In 2020 you can look forward to »Music in Motion« at the DAVE Festival again. As usual in Dresden's only true Nanoplex, the cozy Thalia cinema. The music documentary series has been curated by Philipp Demankowski since 2017. »Raving Riot« and »Flipside« are screened as double feature, in cooperation with the parallel event »HOUSE OF STARS - (Queer) Club Culture in Georgia as Political Activism«.

Raving Riot

Regie: Stepan Polivanov

1h 3min, 2019

Flipside

Regie: Stepan Polivanov

45 min, 2016

«Raving Riot», a documentary movie filmed by Stepan Polivanov and Stereotactic studio, follows the events of May 2018 in Tbilisi, Georgia when police drug raids on nightclubs provoked a powerful protest rally – a rave in front of the Parliament building that lasted for two days. The Russian premiere of the movie took place at Beat Film Festival 2019 and became a massive hit of the festival, attracting more than 2500 spectators.

In May 2018 the whole world was following the events in Tbilisi, Georgia. In protest of the police raids on the nightclubs Gallery and Bassiani (the latter is considered to be the local version of Berlin's Berghain), thousands of people went to the Parliament building on Rustaveli Street and started a spontaneous rave. The whole country saw a new, young generation for whom electronic music is an integral part of life and a large-scale protest is a natural reaction to state authorities’ gross invasion of independent culture. Two days later, the Minister of Internal Affairs Georgy Gakharia was forced to apologize to the protesters.

»Flipside« is a documentary about the world of wax records in Russia. The film unveils the story of the legendary medium for records, very popular in the USSR, undeservedly forgotten in the years of the perestroika and raised from the ashes nowadays. What is the place of the wax record in the world of digital technologies? Who are the people that collect, sell and buy wax records today, and why do they do this? Who are those that try their best to impede them? Why do disk jockeys and musicians continue to idolize wax records? How did the wax record players make it back from garbage cans to the luxury HI-END shops? You will find answers to all these questions in a unique film for music fans, a trip through the world of music in the 20th century, at high speed, to the most sincere and humane format of the music.

https://www.dave-festival.de/

Futur Drei

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
17:45 17:45 17:45 17:45
19:30 19:30 19:30

Regie: Faraz Shariats, (Deutschland), 2020

Darsteller: Benny Radjaipour, Banafshe Hourmazdi, Eidin Jalali u.a.

Futur Drei

Regisseur Faraz Shariat erweitert die deutsche Grammatik und bereichert das Kinojahr mit einem sehenswerten und mehrfach preisgekrönten Blick in die Zukunft. Doch zuerst blickt er auf die eigene Vergangenheit, denn seine Geschichte schöpft er direkt aus dem eigenen Erleben; zu Sozialstunden in einer Flüchtlingsunterkunft verdonnert wurde auch er nach einem Ladendiebstahl. Und wie sein Hauptheld Parvis (Benjamin Radjaipour) begegneten ihm hier die Probleme junger Heranwachsender, die ihren Ländern zwar den Rücken gekehrt, aber noch keine Ahnung haben, wie sie ihr persönliches Futur konjugieren sollen. Der hier geborene Deutsch-Iraner gilt unter den Flüchtlingen als Sonderling, eine Rolle, die er ebenfalls aus seinem tagtäglichen Umgang mit 'echten Deutschen' kennt. Anpassung und Integration sind aber nicht dasselbe und heftige Raves oder deftige Dates helfen erstmal nur bedingt, vollwertiges Mitglied einer deutschen Gesellschaft zu werden. Das Spannungsfeld bekommt durch Parvis' Abgrenzungsversuche zu seinen Eltern und durch seine sexuelle Orientierung noch einen größeren Rahmen. Als Parvis die iranischen Geschwister Banafshe (Banafshe Hourmazdi) und Amon (Eidin Jalali) kennen lernt, entspringt dieser Begegnung so etwas wie eine zärtliche Dreisamkeit. Banafshe fühlt sich zu Parvis hingezogen, ihr Bruder Amon teilt dieses Gefühl durchaus… Und das Dreigestirn (alle drei wurden bei den First Steps Awards jeweils mit einem Götz-George-Darstellerpreis ausgezeichnet) sinniert noch einmal ganz neu über Zukunft, Flucht oder Liebe. Und Regisseur Faraz Shariat beleuchtet en passant die fließenden Grenzen bei Sexismus, Rassismus und Diskriminierung.

Alpa Kino

Das Original ist besser!Never Rarely Sometimes Always - Niemals selten manchmal immer

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
17:15
19:45 19:45 19:45
21:30
22:15

Regie: Eliza Hittman, (Großbritannien/USA), 2020

Darsteller: Talia Ryder, Sidney Flanigan, Ryan Eggold u.a.

Never Rarely Sometimes Always - Niemals selten manchmal immer

Autumn (Sidney Flanigan) ist 17 Jahre alt und lebt in einer kleinen Stadt im ländlichen Pennsylvania. Das Leben des Teenagers verläuft total unspektakulär und ist sogar richtig langweilig. Sie verbringt ihre Zeit in der Schule und im Supermarkt um die Ecke, in dem sie nebenher jobbt. Ihr Leben verändert sich eines Tages plötzlich, als Autumn ungewollt schwanger wird. Wirkliche Unterstützung findet sie nirgends, erst recht nicht bei ihren Eltern. Und die Broschüren im Gesundheitszentrum helfen ihr auch kein bisschen. Also versucht sie selbst Nachforschungen zu betreiben, doch was sie herausfindet, ist sehr ernüchternd. Als 17-jähriges Mädchen darf sie in diesem Bundesstaat nicht ohne das Einverständnis ihrer Eltern eine Abtreibung vornehmen. Bloß gut, sie hat ihre Cousine Skylar (Talia Ryder), die im gleichen Supermarkt jobbt wie Autumn und mit ihr zur Schule geht. Die hilft ihr dabei, etwas Geld zusammenzukratzen und begleitet Autumn dann auf eine Reise nach New York, wo es eine Klinik geben soll, die ihr hilft. Doch die Reise in den Big Apple ist nicht so einfach, und auch dort stellen sich den beiden Mädchen einige Hürden in den Weg. Kann Autumn sich die Entscheidungsgewalt über ihren Körper zurückholen?

»Niemals selten manchmal immer« (OT: Never Rarely Sometimes Always) in der Regie von Eliza Hittman wurde im Januar 2020 auf dem Sundance Filmfestival und im Februar auf der Berlinale gezeigt. Hittman schrieb auch das Drehbuch für dieses „Alltagsdrama“, das bei den Kritikern in höchsten Tönen gelobt wird. Die Idee zum Film kam der Regisseurin, als sie 2012 von Savita Halappanavar las, die in Irland an einer Blutvergiftung starb, nachdem man ihr nach einer unvollständigen Fehlgeburt eine Abtreibung verweigerte. Ihre Recherchen ergaben, dass viele Frauen mehr als 50 Meilen fahren müssen, um eine Abtreibung vornehmen zu lassen.

Anne

Das Original ist besser!Milla Meets Moses

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
17:00 17:00
19:45
22:00 22:00 22:00

Regie: Shannon Murphy, (Australien), 2019

Darsteller: Eliza Scanlen, Toby Wallace, Emily Barclay u.a.

Milla Meets Moses

Milla trifft auf Moses wie ein Ball ins Aus. Die Linie - eine Bahnsteigkante, der Einwurf - ein skurriler Deal; die australische Teenagerin Milla (Eliza Scanlen) schleppt den Straßenköter Moses (Toby Wallace), der ihr womöglich gerade das Leben gerettet hat, mit ins elterliche Heim. Um zu provozieren meint man, um Mom und Dad in ihrer klebrigen Fürsorglichkeit zu erschüttern, lernt man. Denn das Familiengebäude aus krebskranker Tochter, tablettensüchtiger Mutter und einem nach der Nachbarin schielenden Vater gehört mal ordentlich durchgelüftet. Ein obdachloser Gelegenheitsdealer scheint für das junge Mädchen genau der Richtige zu sein. Die Ex-Pianistin Anna (Essie Davis) und der Noch-Psychiater Henry (Ben Mendelsohn) staunen über die neue und bemerkenswerte Figur im Leben ihrer Tochter und geben dankbar den Spielball ab an Toby. Ihre eigenen Bemühungen, dem Kind mit seiner schweren Krebsdiagnose noch einen Weg aufzuzeigen, leiden unter Selbstmitleid und Psychopharmaka. Letztere kann auch Toby gut gebrauchen, er checkt die Vorräte von Millas Dad, fühlt sich gut versorgt hier und kümmert sich ehrlichen Herzens um Milla. Den Eltern rinnt nicht nur die Lebenszeit der Tochter aus der Uhr, es entgleitet ihnen damit auch ein wenig von ihrer eigenen Daseinsberechtigung. Und obendrein wird Toby nicht müde, ihnen den einen oder anderen Zahn bezüglich ihrer Selbstwahrnehmung zu ziehen. Apropos; das australische Original, welches Shannon Murphy gemeinsam mit Rita Kalnajeis nach deren erfolgreichem Bühnenstück erarbeitet hat, heißt »Babyteeth« und Millas Erwachsenwerden hat neben erster Liebe, nervigen Eltern oder baldigem Tod auch mit dem Verlust ihres letzten Milchzahns zu tun. Alles vermischt sich auf eine turbulente und ungekünstelte Art und Weise, Lügen, Leiden, Lachen und Schmerz, und es überrollt den Zuschauer in einer ehrfurchtslosen, aber emotionalen Welle. So, als spüle am Ende das Meer einfach alle Tränen fort.

Alpa Kino

Bundesstart - Das Debüt im Thalia