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Kinoprogramm Donnerstag, 23.05.2024 - Mittwoch, 29.05.2024

Kinotournee Deutscher Kurzfilmpreis 2024

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
20:00

Zu Gast ist Gabriel Bihina Arrahnio, der im Anschluss an seinen Film I WAS NEVER REALLY HERE für ein Gespräch zur Verfügung steht.

Der Deutsche Kurzfilmpreis ist die wichtigste und höchstdotierte Auszeichnung, die in Deutschland an Kurzfilme vergeben wird. Als KURZ.FILM.TOUR. 2024 dürfen die Preisträger und Nominierten des Deutschen Kurzfilmpreises 2023 bundesweit wieder zahlreiche Kinos und andere Veranstaltungsorte besuchen.

Die prämierten kurzen Werke bieten einen Blick auf das vielfältige Kurzfilmschaffen in Deutschland – sie sind kontrovers, kritisch, innovativ und international. Sie unterhalten, berühren und öffnen mit frischen Ideen unsere Augen für aktuelle Themen.

Eine wunderbar inspirierende Auswahl dieser filmischen Perlen ist in diesem Jahr wieder im Thalia Kino zu Gast.

In "I was never really here" (R: Gabriel B. Arrahnio, 23 min.) erwarten Sam und seine Mutter Rita die Ankunft ihrer alten Freundin Gifty und ihres Sohnes Kwesi, der in Sam unerwartete Gefühle weckt und ihn dazu bringt, seine Identität zu hinterfragen. Im animierten Dokumentarfilm "The Waiting" (R: Volker Schlecht, 16 min.) erforscht Karen Lips ein mysteriöses Froschsterben im Regenwald. "Ich darf sie immer alles fragen" (R: Silke Schönfeld, 15 min.) ist der Versuch, eine gemeinsame Sprache für die unaussprechlichen Folgen sexuellen Kindesmissbrauchs innerhalb der eigenen Familie zu finden. In "El Secuestro de la Novia" (R: Sophia Mocorrea, 30 min.) werden Luisa aus Buenos Aires und Fred aus Brandenburg bei ihrer Hochzeit zunehmend mit ihren sozialen Rollen und interkulturellen Vorurteilen konfrontiert. Für "Sensitive Content" (R: Narges Kalhor, 8 min.) wurde die Regisseurin gerade beim Filmfest Dresden mit den Sächsischen Filmförderpreis des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Kultur und Tourismus ausgezeichnet. Mit ihrer filmischen Collage von Handyvideos Demonstrierender im Iran versucht sie, der Gewalt in ihrem Heimatland mehr Sichtbarkeit zu verleihen.

Mehr Infos zu den Filmen: http://kurzfilmtournee.de/

Das Original ist besser!Letzte Vorstellung: Teaches of Peaches

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
22:30

Regie: Philipp Fussenegger, Judy Landkammer, (Deutschland), 2024

Letzte Vorstellung: Teaches of Peaches

Anhand von exklusivem privatem Archivmaterial und spektakulären Aufnahmen der aktuellen „The Teaches of Peaches Anniversary Tour“ zeigt der Film den Weg der Kanadierin Merrill Nisker zur international gefeierten Künstlerin Peaches. Von der Ideenfindung für die Bühnenshow über die intensiven Proben bis hin zu den fesselnden Live-Shows gewährt er einen intimen Blick hinter die Kulissen der Tour. Als feministische Musikerin, Produzentin, Regisseurin und Performance-Künstlerin hat sich Peaches über zwei Jahrzehnte dem Kampf gegen Genderstereotype gewidmet und ihren Status als Ikone der Pop- und Musikindustrie gefestigt. Ihre furchtlose Originalität stellt soziale Normen infrage, zerschmettert Stereotype und patriarchale Machtstrukturen. Mit bissigem Humor und scharfsinnigem Verstand setzt sie sich für LGBTQIA+ Rechte ein, rückt Fragen nach Gender- und sexueller Identität in den Fokus und hinterlässt dabei einen bleibenden Eindruck in der Popkultur.

Das Original ist besser!Preview: May December (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
19:30

Regie: Todd Haynes, (USA), 2023

Darsteller: Natalie Portman, Julianne Moore, Charles Melton u.a.

Preview: May December (OmdU)

Der Skandal liegt ca. 20 Jahre zurück, damals war er das Top-Thema der Boulevardpresse: Die verheiratete Gracie Atherton-Yu (Julianne Moore) hatte eine Affäre mit dem damals 13-jährigen Joe (Charles Melton). Dafür landete sie im Gefängnis und bekam dort zwei der drei gemeinsamen Kinder. Inzwischen ist das Paar lange verheiratet, die Kinder stehen kurz vor dem High-School-Abschluss. In dieser unaufgeregten Lebensphase sucht die bekannte Hollywood-Schauspielerin Elizabeth Berry (Natalie Portman) die Familie für Recherchen auf. Ihr nächstes Filmprojekt soll auf Gracies Leben basieren. Elizabeths Ehrgeiz ist groß, die Annäherung intensiv. Sie beunruhigt das Paar und zwingt es dazu, sich erneut mit seiner besonderen Konstellation auseinanderzusetzen. Und gilt Elizabeth Interesse wirklich nur der Rollenrecherche?

Regisseur Todd Haynes (»Carol«, 2015, »Velvet Goldmine«, 1998) gibt seinen beiden Hauptdarstellerinnen mit einem komplexen, emotional hoch aufgeladenen Plot die Möglichkeit, alle Register zu ziehen. Die beiden OSCAR-Gewinnerinnen Julianne Moore und Natalie Portman umkreisen einander und schenken sich nichts. Funkelnd, glamourös und dabei schrill bis zur Selbstironie. Ein Melodrama, das diesen Begriff wirklich verdient. »May December« lief in Cannes 2023 im offiziellen Wettbewerb. Der Titel bezieht sich auf die englische Bezeichnung für Altersunterschiede in Beziehungen.

Grit Dora

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Das Original ist besser!Morgen ist auch noch ein Tag (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
17:15
17:45 17:45 17:45 17:45

Regie: Paola Cortellesi , (Italien), 2023

Darsteller: Paola Cortellesi, Valerio Mastandrea, Romana Maggiora Vergano u.a.

Morgen ist auch noch ein Tag (OmdU)

Rom, 1946: Das Ende des zweiten Weltkrieges liegt noch nicht lange zurück, die Nachkriegszeit ist hart. Delia (Paola Cortellesi) ist Ehefrau und Mutter dreier Kinder. Neben der Haus- und Sorgearbeit übernimmt sie noch Hilfsarbeiten, um das Familieneinkommen aufzubessern. Ihr Mann Ivano (Valerio Mastandrea) schlägt sie regelmäßig, seine Gewaltausbrüche und Demütigungen gehören für Delia zum Alltag. Schlimmer als die Ausbrüche ihres Mannes trifft sie die Verachtung ihrer Tochter, die nicht verstehen kann, dass die Mutter sich nicht zur Wehr setzt. Als ein geheimnisvoller Brief eintrifft, findet Delia die Kraft, sich ein anderes Leben vorzustellen…

Das Regiedebüt von Schauspielerin und Moderatorin Paola Cortellesi brach in Italien alle Zuschauerrekorde und zog im Herbst 2023 sogar an »Barbie« und »Oppenheimer« vorbei. Cortellesi, die auch am Drehbuch mitschrieb und die Hauptrolle übernahm, hat eine fulminante Tragikomödie geschaffen, eine Feier der Gleichberechtigung. »Morgen ist auch noch ein Tag« überzeugt auch ästhetisch und ist mit seinen satten Schwarz-Weiß-Bildern eine brillante Hommage an den italienischen Neorealismus.

Grit Dora

Das Original ist besser!Challengers (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
17:30
20:00 20:00 20:00 20:00
21:30
21:45

Regie: Luca Guadagnino, (USA), 2023

Darsteller: Zendaya, Josh O'Connor, Mike Faist u.a.

Challengers (OmdU)

Sie war eine der herausragendsten Tennisspielerinnen ihrer Zeit und erlangte weltweiten Ruhm: Tashi Duncan (Zendaya). Doch eine Verletzung führte dazu, dass sie nun nur noch als Trainerin fungiert und vor allem ihren Ehemann Art (Mike Faist) coacht. Sie macht ihn von einem Durchschnitts-Tennisspieler zu einem bekannten Profi, der von Turnier zu Turnier siegreich bleibt. Doch irgendwie scheint bei ihm die Luft raus zu sein, weswegen Tashi ihn für ein Event anmeldet, das zwar kein Weltchampion-Level hat, doch vergleichsweise einfach zu gewinnen sein wird. So will sie sein Selbstbewusstsein stärken, damit er seine Höchstleistungen wieder bringen kann.

Allerdings hat niemand damit gerechnet, dass als einer der Gegner ausgerechnet Patrick (Josh O’Connor) auftaucht. Patrick ist nicht nur Arts ehemaliger bester Freund, sondern auch Tashis Ex-Lebensgefährte. Und nicht nur das, die drei waren in ihrer Jugend in einer Art Dreiecksbeziehung. Kein Wunder also, dass es hier bald um mehr als nur den Sieg dieses mittelmäßigen „Challenger”-Events geht.

Regisseur Luca Guadagnino, der vielen durch »Call me by your Name« ein Begriff sein dürfte, bringt mit »Challengers - Rivalen« eine sehr freie Adaption einer Kurzgeschichte von Stephen King auf die Leinwand. Mit Zendaya, Mike Faist und »The Crown«-Darsteller Josh O’Connor ist das Tennis-Drama auch ordentlich hochkarätig besetzt. Hoffen wir nur, dass diesmal kein Pfirsich vorkommt.

Anne

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Das Original ist besser!The Fall Guy (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
22:30 22:30 22:30 22:30

Regie: David Leitch, (USA), 2024

Darsteller: Ryan Gosling, Emily Blunt, Aaron Taylor-Johnson u.a.

The Fall Guy (OmdU)

Laut Filmkritikseiten gehöre ich zu den wenigen Menschen, die »Dune« schrecklich finden. Tolle Bilder, super Musik - der Rest ist für mich untere Mittelklasse. Warum? Weil ich finde, dass so pompöse, actiongeladene Filme sich selbst nicht zu ernst nehmen sollten. Sonst kämpft man am Ende noch mit Schwertern, obwohl man technisch schon die Schwerkraft überwinden kann, und keiner findet das auch nur annähernd erheiternd. Genau deshalb freue ich mich wie ein Schnitzel auf »The Fall Guy«. Ein Film, der den feinen Tanz zwischen Action, Romantik, Komödie und Nervenkitzel versteht.

Colt Seavers (Ryan Gosling) ist Stuntman, und wie alle in der Branche wird er in die Luft gesprengt, erschossen, stürzt ab, wird rumgeschleudert und fällt aus den höchsten Höhen, alles zu unserer Unterhaltung. Nach einem Unfall, der seine Karriere beinahe beendet hätte, muss dieser Held der Arbeiterklasse nun für eine rigorose Produzentin (yeah, Hannah Waddingham!) einen verschwundenen Filmstar (Aaron Taylor-Johnson) aufspüren, eine Verschwörung aufklären und versuchen, die Liebe seines Lebens (Emily Blunt) zurückzugewinnen. Was kann da schon schief gehen? Natürlich alles. Wer die Oscar-Verleihung gesehen hat, bekam einen Vorgeschmack auf die irre Chemie zwischen Gosling und Blunt, die auch diesen Film so sehenswert und fesselnd macht. »The Fall Guy« ist nicht nur eine Reise in die Welt der Stuntleute, sondern vor allem eine Ode an das Kino selbst. Kein Wunder, dass Steven Spielberg Gosling bei den Oscars vor lauter Freude über den Film herzlich umarmen wollte. Eine Umarmung von Spielberg - das sagt doch alles!

Viktoria Franke

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Das Original ist besser!Letzte Vorstellung: Auf trockenen Gräsern (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
18:00

Regie: Nuri Bilge Ceylan, (Türkei/Frankreich/Deutschland/Schweden), 2023

Darsteller: Deniz Celiloğlu, Merve Dizdar, Musab Ekici u.a.

Letzte Vorstellung: Auf trockenen Gräsern (OmdU)

Trailer: http://vimeo.com/916833088

In seinem neuen Film reist der türkische Autorenfilmer Nuri Bilge Ceylan wieder in die melancholischen Weiten Anatoliens und erweist sich einmal mehr als herausragender Porträtist und Poet des Weltkinos.

Ein Lehrer aus Istanbul leistet in einer eher ländlichen Region seinen Pflichtdienst ab, als er sich mit Belästigungsvorwürfen seiner Schülerinnen konfrontiert sieht. Daraufhin beginnt er sich zu reflektieren und fragt sich, wie fortschrittlich er wirklich ist?

Erneut liefert Nuri Bilge Ceylan visuell beeindruckendes Kino, provokant und voller durchdringender Ideen, die seine Meisterschaft als Autorenfilmer einmal mehr zementieren.