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Kinoprogramm Donnerstag, 16.08.2018 - Mittwoch, 22.08.2018

Das Original ist besser!The Rider (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
21:00

Regie: Chloé Zhao, (USA), 2017

Darsteller: Brady Jandreau, Tim Jandreau, Lilly Jandreau u.a.

The Rider (OmdU)

»The Rider« ist ein Film über einen Rodeo-Reiter, der nach einem Unfall wieder seinen Platz im Leben sucht. Es geht um Pferde, Cowboys und um das Leben in Süddakota.

Brady Blackburn (Brady Jandreau) ist ein bekannter und gefeierter Rodeo-Reiter. Dann der Schock. Während einer Show passiert ihm ein schwerer Sturz. Brady verletzt sich gefährlich am Kopf. An Rodeo ist erstmal nicht mehr zu denken. Von einem Tag auf den anderen verliert er damit auch seinen Job. Was soll werden, wenn er nie wieder Rodeo reiten kann? Oder überhaupt nie wieder reiten kann?

Brady stammt von den Dakota-Sioux ab. Mit Pferden verbindet ihn sein ganzes Leben. In seiner Familie und seiner Kultur müssen Männer reiten. Ansonsten sind sie keine echten Männer. Sie definieren sich darüber. Demzufolge zeigt sich der Vater auch wenig mitfühlend gegenüber seinem versehrten Sohn. Eine vertrackte Situation. Und seinen besten Freund Lane ständig vor Augen zu haben, der nach einem Rodeounfall sogar im Rollstuhl sitzt, ist auch nicht hilfreich.

Dazu kommt noch, dass die Gegend im Pine Ridge Reservat nun wirklich wenig Möglichkeiten bietet, seine Brötchen zu verdienen. Und so kreisen seine Gedanken immer wieder darum, was seine neue Identität sein könnte.

Der Film erzählt die wahre Geschichte und tragische Biographie von Brady Jandreau. Er spielt sich sozusagen selbst. Auch andere Mitglieder der Familie Jandreau spielen mit: Tim und Lilly Jandreau. Regisseurin Chloé Zhao kam während der Arbeit an ihrem Debüt »What They Don't Talk About When They Talk About Love« auf die Idee zum Film. Sie traf ihn auf einer Ranch in einer Gruppe Cowboys. Im Mai 2017 lief der Film erstmals während der Filmfestspiele von Cannes.

BSC

Hamburger Gitter

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
19:30

Regie: Marco Heinig, Steffen Maurer, Luise Burchard, Luca Vogel, (Deutschland), 2018

Hamburger Gitter

Trailer: http://www.hamburger-gitter.org/trailer.html

Der Trailer von „Hamburger Gitter – Der G20-Gipfel als Schaufenster moderner Polizeiarbeit“ löst bereits ein beachtliches Interesse in den sozialen Netzwerken aus, wenige Wochen bevor sich die Ereignisse in Hamburg zum ersten Mal jähren. Der Film stellt das Vorgehen von Polizei und Justiz in den Mittelpunkt, 12 Expert*innen und 5 Betroffene ziehen darin Bilanz.

Seit Montag (04.06) hat die Ankündigung des Films in Form eines Trailers bereits mehr als 60.000 Menschen erreicht. Seitdem erreichen dutzende Anfragen von Initiativen und Privatleuten, aber auch großen Medien und Kinos die Filmemacher*innen. Es ist der erste Langfilm mit einer hohen Dichte von Expert*innen und professionellem Bildmaterial zum Thema.

Der Film fragt: Welche Garantien des Grundgesetzes konnten rund um den G20-Gipfel standhalten? Mit welcher Leichtigkeit konnten die Behörden agieren? Welche Methoden der Ausnahmesituation werden langsam zur Normalität? Und welche Gesellschaft zeichnet sich da am Horizont ab? Antworten geben u.a. Rafael Behr (Prof. für Polizeiwissenschaft, Akademie der Polizei Hamburg), Christiane Schneider (Hamburger Bürgerschaft), Heribert Prantl (Chefredaktion Süddeutsche Zeitung); der Pressesprecher der Polizei Hamburg; der junge Aktivist Fabio V., der vier Monate in Untersuchungshaft saß, seine Anwältin und Vorstand im RAV, Gabriele Heinecke; sowie viele weitere aus Polizei, Medien, Wissenschaft, Justiz und Aktivismus.

Der Hintergrund: bis zu 170 Ermittler arbeiten an hunderten Verfahren gegen militante Demonstranten und Menschen die sich an Ausschreitungen und Plünderungen beteiligten. Harte Strafen wurden gefordert und in bisher über 40 Fällen auch verhängt. Der Staat verlor im Sommer 2017 die Kontrolle in Hamburg und versucht sie nun zurückzugewinnen. „Mit allen Mitteln“, war selten so wörtlich zu nehmen wie im Fall der G20-Verfahren. Eine Öffentlichkeitsfahndung von noch nie dagewesenem Ausmaß stellte über zweihundert Menschen mit vagen Verdachtsmomenten „an den Pranger“ und die Boulevard-Presse „spielte den Hilfssheriff“. 30 Wohnungen und Häuser wurden mit hoch bedenklichen Begründungen durchsucht und ein linkes Medienportal vom Innenminister verboten.

Eine Redaktionsgruppe des Videokollektivs „leftvision“ ging der Frage nach, ob die Befugnisse der Sicherheitsbehörden auf den Prüfstand gehören? Droht die Gefahr, dass bei echten politischen Krisen alle Dämme des Rechts brechen, die den Bürger vor staatlicher Willkür schützen sollten? 13 Kameraleute filmten das Material während der G20-Tage welches ein umfangreiches und detailliertes Panorama in diesem Dokumentarfilm ermöglicht. Einschätzungen von 17 Protagonist*innen bilden den inhaltlichen Faden eines Films der weit über die Ereignisse vom Juli 2017 hinaus geht.

Der G20-Gipfel als »Schaufenster moderner Polizeiarbeit«

Das Original ist besser!Hereditary (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
21:00

Regie: Ari Aster, (USA), 2018

Darsteller: Toni Collette, Alex Wolff, Gabriel Byrne u.a.

Hereditary (OmdU)

Niemand kommt wirklich dramafrei durchs Leben, doch bis zu einigen überschaubaren Tragödien führten die Grahams, bestehend aus Mutter Annie (Toni Collette), ihrem Ehemann Steve (Gabriel Byrne) und den beiden gemeinsamen Kindern Peter (Alex Wolff) und Charlie (Milly Shapiro), ein recht beschauliches Dasein irgendwo in einem abgelegenen Haus, an einem entfernten Waldrand. Annie unterhält eine Galerie und fertigt für eine baldige Ausstellung zu Hause aufwändige Miniaturmodelle. Quasi Polly-Pocket für Erwachsene. Peter schlägt sich mit üblichen Teenagerproblemen rum und Charlie ist eine leicht schräge Außenseiterin, aber auch nicht mehr als andere Filmaußenseiter. Als jedoch Großmutter und Familienmatriarchin Elen stirbt, die bis dahin das unangefochtene Familienoberhaupt war, sehen sich die Grahams auf einmal mit Massen an rätselhaften und unheimlichen Ereignissen konfrontiert. Stück für Stück enthüllen die Grahams ein furchtbares Familiengeheimnis und müssen sich den Konsequenzen aussetzen, die die Taten ihrer Vorfahren für sie hervorbringen. Was ersteinmal nach beliebigem Familienhorror klingt, sollte nicht als solcher abgetan werden. Denn »Hereditary« bietet nicht nur fantastische Kameraarbeit, sondern wurde außerdem noch von der Erfolgsbude A24 produziert. Und mir muss immer noch ein Film derer über den Weg laufen, der nicht erstklassig war.

Julio Espin

Nico, 1988

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
19:00

Regie: Susanna Nicchiarelli, (Italien/Belgien), 2017

Darsteller: Trine Dyrholm, John Gordon Sinclair, Anamaria Marinca u.a.

Nico, 1988

„Nenn mich Christa!“ blafft die in die Jahre gekommene Modelikone ihren Manager an. Christa Päffgen (Trine Dyrholm), eine deutsche Sängerin und Model, ist besser bekannt unter dem Künstlernamen Nico. Ihr bewegtes Leben begann mit einer Modelkarriere in Berlin. Später war sie Muse von Andy Warhol und sang unter anderem in der experimentellen Rockmusikgruppe „The Velvet Underground“. Besonders ihr Gesang und prägender Musikstil machten sie berühmt. Der Film spielt in Paris, Prag, Nürnberg, Manchester und auf dem polnischen Land. Er ist ein Roadmovie über die letzten zwei Jahre vor ihrem Tod. 1988 stirbt die Künstlerin nach einem Sturz vom Fahrrad im Alter von 49 Jahren. Im Mittelpunkt des Films stehen die Jahre, in denen die „Priesterin der Finsternis“, wie man sie nannte, wieder zu sich selbst fand. Sie befreite sich von der Last der Schönheit und baute die Beziehung zu ihrem fast vergessenen Sohn wieder auf. Aber auch ihr persönlicher und künstlerischer Absturz stehen im Mittelpunkt. Es ist die Geschichte der Wiedergeburt einer Künstlerin, Mutter und Frau, die einst eine Ikone war.

Trine Dyrholm, die Hauptdarstellerin des Dramas, singt alle Songs im Film selbst. Bereits 1995 gab es eine Dokumentation über Nico mit dem Titel »Nico Icon« von Filmemacherin Susanne Ofteringer. In »Nico, 1988« hat sich Regisseurin Susanna Nicchiarelli intensiv mit Nicos letzten Jahren auseinandergesetzt.

Anne

Das Original ist besser!In the Middle of the River (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
21:00

Regie: Damian John Harper, (USA/Deutschland), 2018

Darsteller: Eric Hunter, Max Thayer, Matthew T. Metzler u.a.

In the Middle of the River (OmdU)

Getrieben von dem Gedanken, dass der gewalttätige Großvater für den mysteriösen Tod seiner Schwester verantwortlich ist, kehrt der Irak-Veteran Gabriel (26) in sein bescheidenes Zuhause im ländlichen New Mexico zurück. Aus dem Drang heraus, seine Familie zu beschützen, beschließt er, seinen Großvater zu töten. Doch am Tag der Abrechnung wird sein Plan durchkreuzt. Er ist gezwungen, einen ganzen Tag mit seinem Großvater zu verbringen.

In tiefführenden Gesprächen finden sie heraus, dass sie beide ähnliche traumatische Kriegserlebnisse verbinden. Je mehr die Vater-Sohn-ähnliche Beziehung der beiden wieder aufzuleben scheint, desto schwieriger wird es für Gabriel, seinen Plan in die Tat umzusetzen.