thalia gutschein

Ab sofort sind neue Gutscheine erhältlich!

THALIA - Cinema . Coffee and Cycling

Kinoprogramm Donnerstag, 30.04.2026 - Mittwoch, 06.05.2026

Internationaler HebammentagPreview: Wise Women - Fünf Hebammen, fünf Kulturen

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
19:00

Regie: Nicole Scherg, (Österreich), 2025

Preview: Wise Women - Fünf Hebammen, fünf Kulturen

Die fünf Heldinnen des Films sind Expertinnen für die wichtigste Sache der Welt: Müttern zu helfen, ein Kind zur Welt zu bringen. Regisseurin Nicole Scherg begleitet Genet Gebru aus Äthiopien, „Hajja“ Aïcha El Fathi aus Marokko, Kanchan Mala Shrestha aus Nepal, Gunda Gutscher aus Österreich und Sheila Santos aus Brasilien. Wie Frauen gebären, geht uns alle an: Wir alle wurden schließlich einmal geboren. Die Hebammen begleiten diesen physiologischen Prozess, der universell und natürlich ist - und doch zutiefst individuell. Ob im hochtechnologischen OP-Saal, im frauenverwalteten Geburtshaus oder bei Regen im Dorf: Sie navigieren den Weg zwischen den Welten. Sie wissen von der Unkontrollierbarkeit des Gebärens und sind verlässliche Reiseleiterinnen in Grenzsituationen.

Rose

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
16:15
16:30
17:15
18:15 18:15 18:15 18:15
20:00 20:00 20:00 20:00 20:00 20:00

Regie: Markus Schleinzer, (Österreich/Deutschland), 2026

Darsteller: Sandra Hüller, Caro Braun, Marisa Growaldt u.a.

Rose

Die Landschaft ist so kriegsversehrt wie die Menschen, als aus den Nebeln ein seltsamer Soldat auftaucht und Anspruch auf einen lange aufgegebenen Gutshof stellt. Der 30-jährige Krieg ist noch in vollem Gange, die protestantische Gemeinde des abgelegenen Dorfes skeptisch. Irgendwas scheint faul an dem Fremden mit der entstellenden Narbe im Gesicht. Doch dieser erweist sich als gottesfürchtig, arbeitsam und mutig. Er behauptet sich, bewirtschaftet den Hof und gewinnt an Einfluss. Der Preis dafür ist hoch. Denn es ist eine Frau, die sich einen anderen Namen zugelegt und in Hosen gestiegen ist, um in das Dorf zu gelangen. Rose (Sandra Hüller), so heißt der Soldat wirklich, schreckt vor nichts zurück, um ihre Ziele zu erreichen. Nur der Zufall kann sie enttarnen.

Der österreichische Regisseur Markus Schleinzer stellt in seinem neuen Film eine Frau in den Mittelpunkt, die in der patriarchalischen Welt des 17. Jahrhundert kühn nach Selbstbestimmung und Freiheit greift und damit notwendig scheitern muss. Dennoch wählt sie diesen unvorstellbar wirkenden Weg. Schleinzer und sein Co-Drehbuchautor Alexander Brom haben aus verschiedenen historisch verbürgten Geschichten über Frauen des 17. Jahrhunderts eine exemplarische Figur kreiert. Für Sandra Hüller bietet der Film die Gelegenheit, noch einmal ganz andere Facetten ihres unglaublichen Könnens funkeln zu lassen. Ihr Spiel und das kongeniale Maskenbild tragen diesen besonderen Film, der trotz seiner elaborierten Sprache und der artifiziellen Sprache sehr ins Heute weist. Für Hüller gab es dafür ihren zweiten Silbernen Bären bei der Berlinale 2026.

Grit Dora

German version with English subtitles

Scherbenland

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
18:15
20:45
21:45 21:45

Regie: Lutz Pehnert, Ferdinand Hübner, (Deutschland), 2026

Scherbenland

»Scherbenland« erzählt von einer Band, deren erstes Album mit der Frage begann: „Warum geht es mir so dreckig?“ - und von einer Stadt, die durch ihre Lieder verändert wurde. Anfang der 1970er Jahre wird Kreuzberg zum Experimentierfeld einer Gegenkultur. Mit Songs wie „Macht kaputt, was euch kaputt macht“, „Alles verändert sich“ und „Der Traum ist aus“ geben Ton Steine Scherben einer Generation eine Stimme. Ihre Musik begleitet Hausbesetzungen, politische Kämpfe und die Suche nach einem anderen Leben.

Der Film folgt den Spuren dieser Zeit und fragt: Was ist von diesem Aufbruch geblieben? Und was passiert, wenn die Hymnen der Scherben auf die Songs der Gegenwart treffen? Im Berlin von heute begegnet „Scherbenland“ Musiker, deren Lieder vom Leben im Kiez erzählen - darunter das Rap-Trio RAPK und die Songwriterin Maike Rosa Vogel. Ihre Musik entsteht aus dem Alltag eines Bezirks, der sich zwischen Mythos, Gentrifizierung und neuer kultureller Energie bewegt. Ein Film über Musik und Poesie als Widerstand - damals und heute. Und über die Frage, ob beides noch immer die Kraft hat, eine Stadt zu verändern.

Bundesstart - das Debüt im Nanoplex (für Amon)

Allegro Pastell

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
21:45 21:45 21:45 21:45

Regie: Anna Roller, (Deutschland), 2026

Darsteller: Jannis Niewöhner, Luna Wedler, Martina Gedeck u.a.

Allegro Pastell

Verfilmungen von Sensations-Bestsellern sind meistens ein Garant dafür, ein Publikum zu finden. Die deutsche Regisseurin Anna Roller verfilmt mit ihrem zweiten Spielfilm »Allegro Pastell« einen Roman von Leif Randt. Das 2020 erschienene Buch erzählt die störrische Liebesgeschichte zweier Millennials. Der Autor selbst schrieb es zum Drehbuch um. Dabei wandelt er die oft um sich selbst kreisenden Gedanken von Tanja (Sylvaine Faligant) und Jerome (Jannis Niewöhner) für den Film in Off-Kommentare und Textnachrichten um. Die beiden sind seit Längerem ein Paar und leben in ständigem Austausch und mit wenigen Besuchen zwischendurch in einer Fernbeziehung. Jerome, Grafikdesigner, wohnt in einem Haus seiner Eltern im Maintal bei Frankfurt, verbringt seine Zeit mit seinen langjährigen Freunden, die mittlerweile Kinder haben, und lebt ein eher ruhiges Leben. Tanja, die gerade wieder einen Roman veröffentlicht hat, nutzt das Berliner Nachtleben, um jeden Tag zu feiern und kümmert sich wenig um klassische Beziehungsmodelle oder Freundschaften. Immer wieder kommt es so zu Zerwürfnissen zwischen den beiden, aber trotzdem können sie nicht ohne einander leben. Das ist das Porträt von Thirtysomethings, die sich entscheiden müssen zwischen ewigem Partyleben und scheinbar langweiliger Familiengründung. Dabei traut sich Roller, ihre Figuren, die alle wunderbar verkörpert werden, u.a. von der französischen Darstellerin und Newcomerin Sylvaine Faligant, unsympathisch zu zeichnen. Es zeigt, welche negativen Auswirkungen ein Um-Sich-Selbst-Kreisen hat. »Allegro Pasteli« ist dabei gut inszeniert, passt sich dem Tempo und den Lebensrealitäten der Figuren an und schafft es, den Beat dieses Lebensabschnitts einzufangen. Roller gelingt das Kunststück, dass man den Figuren trotz aller Antipathien bis zum Ende folgt und sich in die vergangene Zeit (vor Corona) wunderbar hineinfühlen kann.

Doreen

German version with English subtitles

It's Never Over, Jeff Buckley

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
18:00

Regie: Amy Berg, (USA), 2025

Darsteller: Jeff Buckley, Mary Guibert, Ben Harper u.a.

It's Never Over, Jeff Buckley

Dokumentation über das Leben des aufstrebenden jungen Stars mit der umwerfenden Stimme und grenzenlosen Schaffenskraft, der die Musikwelt der 90er Jahre in Aufruhr versetzte, als er im Alter von 30 Jahren nach der Veröffentlichung seines von Kritikern gefeierten Debütalbums „Grace“ überraschend starb, er ertrank 1997 bei einem Badeunfall.

Anhand von nie zuvor gezeigtem Filmmaterial aus Buckleys Archiven und intimen Berichten seiner Mutter Mary Guibert, seiner ehemaligen Partnerinnen Rebecca Moore und Joan Wasser, von Jeffs ehemaligen Bandkollegen, darunter Michael Tighe und Parker Kindred, und von bekannten Persönlichkeiten wie Ben Harper und Aimee Mann, beleuchtet der Film das Leben und den Tod einer der einflussreichsten und auch rätselhaftesten Figuren der modernen Musikgeschichte.

ak

Bundesstart - das Debüt im Thalia

Siri Hustvedt - Dance Around the Self

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
16:15

Regie: Sabine Lidl, (Deutschland/Schweiz), 2025

Darsteller: Paul Auster, Sophie Auster, Katerina Fotopoulou u.a.

Siri Hustvedt - Dance Around the Self

Die Regisseurin Sabine Lidl ist bekannt für ihre Künstlerinnen-Dokumentationen, so etwa über die Fotografin Nan Goldin, die Schauspielerin Hannelore Elsner und die Regisseurin Doris Dörrie. 2019 machte sie eine Ausnahme und porträtierte den Schriftsteller Paul Auster. Es ist naheliegend, ja geradezu zwingend, dann auch eine Doku über Siri Hustvedt zu drehen, die trotz zahlreicher Bücher gelegentlich immer noch zuerst als die Frau an der Seite des inzwischen verstorbenen Auster wahrgenommen wird. Hustvedt, eine herausragende Schriftstellerin, beschäftigt sich seit jeher mit Themen wie Geschlechterkampf, Krankheit und Sexismus. Sie ist eine unbequeme Autorin, die sich mit gesellschaftlichen Tabus auseinandersetzt und immer bereit bleibt, unbequeme Fragen zu stellen. Das Film-Porträt gewährt Einblicke in ihr Leben und Werk und zeigt ihre unerschrockene und inspirierende Auseinandersetzung mit körperlichen und psychischen Herausforderungen. Schon fast Klassiker sind ihre kritischen Betrachtungen der Geschlechterdynamik. Der Film kommt genau zum richtigen Zeitpunkt in die Kinos. Gerade erst hat Siri Hustvedt ihr neues Buch vorgelegt, ihr persönlichstes. „Ghost Stories“ widmet sich ganz und gar ihrem 2024 verstorbenen Ehemann Paul. Eine wunderbare Gelegenheit, sich zugleich literarisch und filmisch mit dem Werk der großen amerikanischen Autorin zu beschäftigen.

Grit Dora

Bundesstart - Das Debüt im Thalia