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Kinoprogramm Donnerstag, 23.07.2026 - Mittwoch, 29.07.2026

Das Original ist besser!The Piano Tuner (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
20:00
21:45

Regie: Daniel Roher, (USA/Kanada), 2025

Darsteller: Leo Woodall, Dustin Hoffman, Havana Rose Liu u.a.

The Piano Tuner (OmdU)

Man sagt ja immer, dass man eigene Schwächen in Stärken umwandeln soll. Niki White (Leo Woodall) hat ein ausgesprochen gutes Gehör. Es ist teilweise so gut, dass er seine Ohren vor zu lauten Geräuschen schützen muss. Die Hörstörung heißt Hyperakusis und kann schnell sehr schmerzhaft für ihn werden. Zudem hat er auch noch „perfect pitch“, das bedeutet, dass er jeden Ton direkt zu einer Note zuordnen kann. Das macht ihn prädestiniert, Instrumente zu stimmen. Er findet schnell eine Anstellung als Klavierstimmer. An der Seite des schwerhörigen Harry Horowitz (Dustin Hoffman) wird er in den noblen Beruf des Klavierstimmers eingearbeitet und darf in wohlhabenden Haushalten sein Gehör für etwas Gutes einsetzen. Außerdem lernt er die Musikstudentin Ruthie (Havana Rose Liu) kennen, die begeistert ist von seinem Talent.

Eines Nachts überrascht er allerdings den zwielichtigen Uri (Lior Raz) bei einem seiner Aufträge, der gerade einen Tresor sprengen will. Da laute Geräusche nichts für Niki sind, bietet er an, den Tresor mit seinem ultrafeinen Gehör zu knacken. Uri erkennt schnell, dass Niki ihm durchaus viel helfen kann und bietet ihm einen lukrativen Nebenverdienst an. Niki ist erst abgeneigt, doch dann häufen sich medizinische Kosten für seinen Mentor Harry an und Niki entscheidet sich doch für die dunkle Seite.

Der Oscar-prämierte Dokumentarfilmer Daniel Roher hat mit »The Piano Tuner« seinen ersten fiktionalen Spielfilm auf die Leinwand gebracht. Er nutzt Ton und Musik besonders als erzählerisches Mittel, um die Hörstörung erfahrbar zu machen. Seine Weltpremiere feierte »The Piano Tuner« schon 2025 beim Telluride Festival.

Anne

Wise Women - Fünf Hebammen, fünf Kulturen

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
18:15

Regie: Nicole Scherg, (Österreich), 2025

Darsteller: Genet Gebru, Aïcha El Fathi, Kanchan Mala Shrestha u.a.

Wise Women - Fünf Hebammen, fünf Kulturen

Die fünf Heldinnen des Films sind Expertinnen für die wichtigste Sache der Welt: Müttern zu helfen, ein Kind zur Welt zu bringen. Regisseurin Nicole Scherg begleitet Genet Gebru aus Äthiopien, „Hajja“ Aïcha El Fathi aus Marokko, Kanchan Mala Shrestha aus Nepal, Gunda Gutscher aus Österreich und Sheila Santos aus Brasilien. Wie Frauen gebären, geht uns alle an: Wir alle wurden schließlich einmal geboren. Die Hebammen begleiten diesen physiologischen Prozess, der universell und natürlich ist - und doch zutiefst individuell. Ob im hochtechnologischen OP-Saal, im frauenverwalteten Geburtshaus oder bei Regen im Dorf: Sie navigieren den Weg zwischen den Welten. Sie wissen von der Unkontrollierbarkeit des Gebärens und sind verlässliche Reiseleiterinnen in Grenzsituationen.

Ninja Motherf*cking Destruction

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
22:00

Regie: Lotta Schwerk, (Deutschland), 2025

Darsteller: Emma Suthe, Naomi, Merle von Mach u.a.

Ninja Motherf*cking Destruction

Mit 18 sind die besten Freundinnen Leonie und Marlene sich sicher, dass nichts sie trennen kann. Doch Leonie verliebt sich in Naomi, gibt sich ganz ihrer ersten großen Liebe hin und entfernt sich immer weiter von ihrer besten Freundin. Naomis depressive Schübe jedoch überfordern Leonie zunehmend. Als ihre Beziehung scheitert, merkt Leonie, wie sehr sie sich isoliert hat. Sie verlässt Berlin, beginnt eine Ausbildung und versucht, die Welt um sich herum zu ordnen. Doch auch Jahre später fehlt jemand in ihrem Leben: Marlene.

Was macht meine Identität aus? Und wem muss ich sie beweisen? Als filmische Langzeitstudie angelegt, ist „Ninja Motherf*cking Destruction“ ein wildes und ungefiltertes Porträt eines queeren Erwachsenwerdens - überbordendes Gefühlschaos inklusive. Nach acht Jahren Drehzeit und ohne Förderung oder Filmschule im Hintergrund ist Regisseurin Lotta Schwerk mit ihrem Langfilmdebüt die intensive, immer authentische Chronik einer Jugend gelungen. Dafür gab es beim Festival Achtung Berlin den Preis für die Beste Regie und das Beste Schauspiel!