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THALIA - Cinema . Coffee and Cycling

Kinoprogramm Donnerstag, 20.08.2026 - Mittwoch, 26.08.2026

Was haben wir gelacht

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
17:15 17:15 17:15 17:15
19:15 19:15

Regie: Eva Müller, Isabel Schneider, (Deutschland), 2026

Was haben wir gelacht

Eva Müller und Isabel Schneider erzählen die Geschichte des Unterhaltungsfernsehens der 90er und früher 00er Jahre erstmals aus Frauenperspektive. Maren Kroymann, Hella von Sinnen, Bettina Böttinger, Gaby Köster und Esther Schweins blicken zurück auf ihr Werk und eine Zeit, in der Frauen im Fernsehen vor allem Beiwerk waren, als Pointen dienten und weiblicher Humor als Quotenkiller galt.

Eine ganze Generation wurde so vor allem durch männliche Unterhalter sozialisiert - durch „Wetten, dass…?“, die „Harald Schmidt Show“ und später „TV total“. Wie hat uns diese Zeit geprägt? Und was haben Humor, Witz und Unterhaltung mit Macht und Gleichberechtigung zu tun? Dieser Film ist eine Zeitreise zurück zu den Lachern der 90er und 00er. „Was haben wir gelacht“ - oder vielleicht doch nicht?

„Unsere Protagonistinnen Maren Kroymann, Hella von Sinnen, Bettina Böttinger, Gaby Köster und Esther Schweins haben - jede auf ihre Weise, auch in kaum bekannten Fernsehmomenten - mehr Sichtbarkeit von Frauen im Unterhaltungsfernsehen erkämpft. Sie waren dabei Autorinnen ihrer eigenen Geschichte, aber auch Betroffene von Sexismus, Häme, Queer- und Frauenfeindlichkeit. Sie kennen sich, schätzen sich, sehen in unserem Film dieselben Archiv-Momente und schauen aus heutiger Perspektive auch kritisch auf sich selbst, ihr Schaffen und das ihrer Kolleginnen.“

Hiddensee

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
15:00 15:00
17:00 17:00 17:00
19:00 19:00 19:00 19:00

Regie: Annekatrin Hendel, (Deutschland), 2026

Hiddensee

Dem Beschreiben, Besuchen, Bewundern der Insel Hiddensee lag immer schon ein besonderer Zauber inne. Ganz zu schweigen vom tatsächlichen Bewohnen des schmalen Streifens „süßen Landes“. Immer schon zog es Menschen weg von den mondänen Seebädern der Begüterten und Betuchten, hin zu den unverbauten, unmotorisierten 17 Kilometern Ostseesand. So wuchs übers letzte Jahrhundert ein ansehnlicher Kreis an Dauergästen und Zeit-Insulanern heran. Egal unter welchem Regime, hier war das Publikum immer erlesen, speziell und charmant. Sommers residierten hier Gerhart Hauptmann, Joachim Ringelnatz, Heinrich George oder Asta Nielsen. Fest verbunden mit der Insel ist auch der Name von Gret Palucca, die hier viele Sommermonate mit ihren Schülerinnen arbeitete. „Wer einmal hier war, kommt immer wieder - oder nie“. Wie passen Karl-Eduard von Schnitzler, Nina Hagen, Bertolt Brecht oder Feeling B. in das Urlaubsparadies und wie die Dokumentarfilmerin Annekatrin Hendel (»Anderson«, »Familie Brasch«)? Selbst bei soviel herrlichem Publikum gilt es Geschichte zu schürfen, hat Hendel sich gesagt, und erinnert sich an ihre eigene, wilde Sommer-Jugend auf Hiddensee. In einem stillen Schwarz/Weiß porträtiert sie die Insel von heute, mit ihren aktuellen kommunalpolitischen Zerwürfnissen, die Insel ihrer eigenen Jugend mit den Punkkonzerten am Strand und die Insel von anno damals, mit all den namhaften Festlandflüchtlingen, die der Inselpuppenspieler Karl Huck liebevoll verfremdet.

alpa kino

Bundesstart - Das Debüt im Thalia

Das Original ist besser!Teenage Sex and Death at Camp Miasma (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
21:00
21:15 21:15 21:15 21:15

Ein etwas anderes Horror-Remake von Jane Schoenbrun (I Saw the TV Glow) mit Hannah Einbinder und Gillian Anderson in den Hauptrollen.

Nach Jahren liebloser Fortsetzungen und schwindender Fanbasis wird das Slasher-Franchise Camp Miasma einer ambitionierten jungen Regisseurin zur Wiederbelebung überlassen. Als sie den einstigen Star der Originalfilme besucht, eine mittlerweile zurückgezogen lebende Schauspielerin, die von Geheimnissen umgeben ist, geraten die beiden Frauen in eine blutgetränkte Welt voller Begehren, Angst und Wahnvorstellungen.

Bundesstart - Das Debüt im Thalia

Letzte Vorstellung: Everytime

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
21:00

Regie: Sandra Wollner, (Deutschland/Österreich), 2026

Darsteller: Birgit Minichmayr, Lotte Shirin Keiling, Tristan López u.a.

Letzte Vorstellung: Everytime

Das letzte Foto, das Jessie gemacht hat, zeigt die Sonne über Berlin. Sie hängt da, als wäre nichts geschehen. Aber Ella hat ihre Tochter verloren. Was ihr bleibt, ist Jessies kleine Schwester und die komplizierte Beziehung zu dem Jungen, dem alle die Schuld geben. Das merkwürdige Trio landet in einem Familienurlaub, den es so nie gab. Unter der flirrenden Sonne Teneriffas verweben sich Erinnerung und Gegenwart unauflöslich ineinander. Die Geister sind überall.

Zwischen Nähe und Distanz, Schuld und Vergebung, Stillstand und Bewegung zeichnet sich für Ella, Melli und Lux eine neue Form des Weiterlebens ab - eine, die niemand von ihnen geplant hat und die keine einfachen Antworten kennt. Die Geister sind überall.

Das ist radikal sinnliches Kino über die Unmöglichkeit, einen Verlust zu begreifen, und über die seltsame Gleichzeitigkeit von Vergangenheit, Gegenwart und möglicher Zukunft.

Sandra Wollner treibt mit diesem Film ihren Stil auf eine neue, atemberaubende Ebene: in jeder Einstellung unendlich überraschend, in jedem Moment auf der Kippe zwischen Diesseits und dem, was jenseits der Sprache liegt. Kameramann Gregory Oke findet Bilder von verstörender Schönheit: nah und zugleich entrückt, körperlich und traumwandlerisch, in jedem Lichteinfall zugleich Trost und Wunde.

Ein Film, den niemand, der ihn bei den diesjährigen Filmfestspielen in Cannes gesehen hat, vergessen wollte. »Everytime« gewann dafür den Hauptpreis der Sektion Un Certain Regard.