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THALIA - Cinema . Coffee and Cycling

Kinoprogramm Donnerstag, 23.04.2026 - Mittwoch, 29.04.2026

It's Never Over, Jeff Buckley

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
16:00
21:45

Regie: Amy Berg, (USA), 2025

Darsteller: Jeff Buckley, Mary Guibert, Ben Harper u.a.

It's Never Over, Jeff Buckley

Dokumentation über das Leben des aufstrebenden jungen Stars mit der umwerfenden Stimme und grenzenlosen Schaffenskraft, der die Musikwelt der 90er Jahre in Aufruhr versetzte, als er im Alter von 30 Jahren nach der Veröffentlichung seines von Kritikern gefeierten Debütalbums „Grace“ überraschend starb, er ertrank 1997 bei einem Badeunfall.

Anhand von nie zuvor gezeigtem Filmmaterial aus Buckleys Archiven und intimen Berichten seiner Mutter Mary Guibert, seiner ehemaligen Partnerinnen Rebecca Moore und Joan Wasser, von Jeffs ehemaligen Bandkollegen, darunter Michael Tighe und Parker Kindred, und von bekannten Persönlichkeiten wie Ben Harper und Aimee Mann, beleuchtet der Film das Leben und den Tod einer der einflussreichsten und auch rätselhaftesten Figuren der modernen Musikgeschichte.

ak

Bundesstart - das Debüt im Thalia

Das Original ist besser!The History of Sound (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
18:00 18:00
19:45

Regie: Oliver Hermanus, (USA/Großbritannien), 2025

Darsteller: Josh O'Connor, Paul Mescal, Chris Cooper u.a.

The History of Sound (OmdU)

Es gibt ja Leute, die können Musik sehen. Oder sie können Farben hören. Für jede:n von uns sind Sinneseindrücke immer etwas anders. Auch wenn Musik uns alle berührt, so gibt es doch Menschen, die Musik noch einmal ganz anders wahrnehmen. So zum Beispiel auch Lionel (Paul Mescal), der eine ganz besondere Beziehung zu Musik hat. Er wächst im ländlichen Kentucky auf und ist geprägt von den Liedern seines Vaters und dem einfachen Leben auf einer Farm. 1917 begibt er sich auf nach Boston, um dort am Musikkonservatorium zu studieren. Dort lernt er den charismatischen Komponisten David (Josh O’Connor) kennen. Zwischen den beiden entflammt sofort eine tiefe Verbindung und Freundschaft. Doch der erste Weltkrieg trennt die beiden Männer. Das Schicksal meint es jedoch gut, und so reisen beide gemeinsam im Winter 1920 durch das verschneite Maine, um dort die Stimmen und Volkslieder ihrer amerikanischen Landsleute aufzunehmen. Damit wollen sie kommenden Generationen ein Geschenk machen. Ganz im Sinne von »Brokeback Mountain« kommen die beiden Männer sich immer näher. Sie erkunden nicht nur die Gegend und sammeln für ihr ethnografisches Projekt, sie erforschen Identität, Liebe und die Nachwirkungen des Krieges. Auch wenn Lionel Jahre später in Europa ein erfülltes Leben führt und sich einen Namen als Musiker macht, lässt ihn die Erinnerung an David nie los. Erst viel später wird ihm bewusst, warum diese Beziehung so besonders war. 

Der südafrikanische Filmemacher Oliver Hermanus bringt mit »The History of Sound« eine Adaption der Kurzgeschichte von Ben Shattuck auf die große Leinwand. Zusammen mit dem Autoren entwickelte er auch das Drehbuch während des Lockdowns der Covid-Pandemie. Der Liebesfilm feierte seine Premiere in Cannes.

Anne

Allegro Pastell

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
18:00
20:00
20:15 20:15

Regie: Anna Roller, (Deutschland), 2026

Darsteller: Jannis Niewöhner, Luna Wedler, Martina Gedeck u.a.

Allegro Pastell

Verfilmungen von Sensations-Bestsellern sind meistens ein Garant dafür, ein Publikum zu finden. Die deutsche Regisseurin Anna Roller verfilmt mit ihrem zweiten Spielfilm »Allegro Pastell« einen Roman von Leif Randt. Das 2020 erschienene Buch erzählt die störrische Liebesgeschichte zweier Millennials. Der Autor selbst schrieb es zum Drehbuch um. Dabei wandelt er die oft um sich selbst kreisenden Gedanken von Tanja (Sylvaine Faligant) und Jerome (Jannis Niewöhner) für den Film in Off-Kommentare und Textnachrichten um. Die beiden sind seit Längerem ein Paar und leben in ständigem Austausch und mit wenigen Besuchen zwischendurch in einer Fernbeziehung. Jerome, Grafikdesigner, wohnt in einem Haus seiner Eltern im Maintal bei Frankfurt, verbringt seine Zeit mit seinen langjährigen Freunden, die mittlerweile Kinder haben, und lebt ein eher ruhiges Leben. Tanja, die gerade wieder einen Roman veröffentlicht hat, nutzt das Berliner Nachtleben, um jeden Tag zu feiern und kümmert sich wenig um klassische Beziehungsmodelle oder Freundschaften. Immer wieder kommt es so zu Zerwürfnissen zwischen den beiden, aber trotzdem können sie nicht ohne einander leben. Das ist das Porträt von Thirtysomethings, die sich entscheiden müssen zwischen ewigem Partyleben und scheinbar langweiliger Familiengründung. Dabei traut sich Roller, ihre Figuren, die alle wunderbar verkörpert werden, u.a. von der französischen Darstellerin und Newcomerin Sylvaine Faligant, unsympathisch zu zeichnen. Es zeigt, welche negativen Auswirkungen ein Um-Sich-Selbst-Kreisen hat. »Allegro Pasteli« ist dabei gut inszeniert, passt sich dem Tempo und den Lebensrealitäten der Figuren an und schafft es, den Beat dieses Lebensabschnitts einzufangen. Roller gelingt das Kunststück, dass man den Figuren trotz aller Antipathien bis zum Ende folgt und sich in die vergangene Zeit (vor Corona) wunderbar hineinfühlen kann.

Doreen

German version with English subtitles

Das Original ist besser!Pillion (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
22:00 22:00

Regie: Harry Lighton, (Großbritannien), 2025

Darsteller: Alexander Skarsgård, Harry Melling, Douglas Hodge u.a.

Pillion (OmdU)

Fuck the norm & vive l'amour fou. Zuletzt unterwarf sich Nicole Kidman als CEO einem Praktikanten und Manon Clavel verwandelte sich von einer Sozialarbeiterin in die Domina Madame Kika. Solange die Gefühle stimmen, die Rollen verteilt sind und beide dasselbe safeword kennen, ist es ein match. Und überhaupt, es gilt ja wohl noch immer; make love, not war. Der junge Parkhaus-Politeur Colin (Harry Melling) erlebt im Job Beschimpfungen, seine Genugtuung sind die Knöllchen. Wenn ihn seine Mutter Peggy mit allen Mitteln unter die Haube bringen will, reagiert er gereizt. Einzig mit seinem Dad im Barbershop-Quartett, da singt er sich frei. Als ihm der schmucke Ray (Alexander Skarsgård) statt eines Trinkgelds seine Telefonnummer plus Date in den Hut wirft, ist es um Colin geschehen. Er weiß es noch nicht, aber diesem gutaussehenden Typen in seiner Lederkluft wird Colin verfallen. Er trifft Ray, und ohne zuvor groß daran gedacht zu haben, unterwirft er sich. Leckt ihm die Stiefel und schlüpft wie von selbst in die Rolle des bottom. Die Beiden beginnen ihr Spiel. Ray lenkt, Colin ist der Pillion. Sein Haarschopf fällt, die Klamotten wandeln sich, Colin putzt, kauft ein, schläft auf dem Boden vor Rays Bett und trägt ein verschlossenes Kettenhalsband. Colin ist glücklich. Am Rande seines Glücks nervt Peggy, er möge den neuen Freund doch mal zum Essen einladen. Später lernt seine Mutter bei Tisch, dass das Empfinden Außenstehender keine Rolle spielt zwischen top und bottom. Einfühlsam und mit wachem Blick observiert der erste Film von Regisseur Harry Lighton eine Liebesbeziehung, die gewissen Regeln folgt und spürt Räume auf, in denen Zärtlichkeiten Platz haben oder sich Grenzen verschieben. Fast schon amüsant mutet Colins Idee an, dem Paar hier und da mal einen freien Tag zu gönnen. Ray entstieg seinen Biker-Klamotten, Colin legte sein Halsband ab, und gemeinsam verbummelten sie einen Nachmittag wie zwei Verliebte, gingen ins Kino oder Eis essen. Droht dem top hierbei Gefahr? Mehr, als wenn sich Colin der eigentlichen Geliebten Rays bemächtigt und eine Runde auf dessen Bike dreht?

alpa kino

Bundesstart - Das Debüt im Nanoplex

Das Original ist besser!Father Mother Sister Brother (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
18:00

Regie: Jim Jarmusch, (USA/Irland/Frankreich), 2025

Darsteller: Tom Waits, Adam Driver, Mayim Bialik u.a.

Father Mother Sister Brother (OmdU)

Der Film ist ein behutsam als Triptychon komponierter Spielfilm. Die drei Geschichten kreisen um die Beziehungen erwachsener Kinder zu ihren teils distanzierten Eltern und untereinander. Jedes der drei Kapitel spielt in der Gegenwart, jedes in einem anderen Land: »Father« ist im Nordosten der USA angesiedelt, »Mother« in Dublin und »Sister, Brother« in Paris. Es ist eine Reihe von Charakterstudien, ruhig, beobachtend und ohne Wertung – und zugleich eine Komödie, durchzogen von feinen Fäden der Melancholie.