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Kinoprogramm Donnerstag, 06.08.2026 - Mittwoch, 12.08.2026

Was haben wir gelacht

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
19:00

Regie: Eva Müller, Isabel Schneider, (Deutschland), 2026

Was haben wir gelacht

Eva Müller und Isabel Schneider erzählen die Geschichte des Unterhaltungsfernsehens der 90er und früher 00er Jahre erstmals aus Frauenperspektive. Maren Kroymann, Hella von Sinnen, Bettina Böttinger, Gaby Köster und Esther Schweins blicken zurück auf ihr Werk und eine Zeit, in der Frauen im Fernsehen vor allem Beiwerk waren, als Pointen dienten und weiblicher Humor als Quotenkiller galt.

Eine ganze Generation wurde so vor allem durch männliche Unterhalter sozialisiert - durch „Wetten, dass…?“, die „Harald Schmidt Show“ und später „TV total“. Wie hat uns diese Zeit geprägt? Und was haben Humor, Witz und Unterhaltung mit Macht und Gleichberechtigung zu tun? Dieser Film ist eine Zeitreise zurück zu den Lachern der 90er und 00er. „Was haben wir gelacht“ - oder vielleicht doch nicht?

„Unsere Protagonistinnen Maren Kroymann, Hella von Sinnen, Bettina Böttinger, Gaby Köster und Esther Schweins haben - jede auf ihre Weise, auch in kaum bekannten Fernsehmomenten - mehr Sichtbarkeit von Frauen im Unterhaltungsfernsehen erkämpft. Sie waren dabei Autorinnen ihrer eigenen Geschichte, aber auch Betroffene von Sexismus, Häme, Queer- und Frauenfeindlichkeit. Sie kennen sich, schätzen sich, sehen in unserem Film dieselben Archiv-Momente und schauen aus heutiger Perspektive auch kritisch auf sich selbst, ihr Schaffen und das ihrer Kolleginnen.“

Das Original ist besser!Bitteres Fest - Amarga Navidad (OmdU)

Do. Fr. Sa. So. Mo. Di. Mi.
20:45

Regie: Pedro Almodóvar , (Spanien), 2026

Darsteller: Bárbara Lennie, Leonardo Sbaraglia, Aitana Sánchez-Gijón u.a.

Bitteres Fest - Amarga Navidad (OmdU)

Madrid kurz vor Weihnachten, Anfang der 2000er: Elsa (Bárbara Lennie) ist Werbefilmerin und war einmal Regisseurin von Kultfilmen, Filmen, die Geheimtipps geblieben sind. Als ihre Mutter stirbt, macht Elsa, was sie immer tut: arbeiten, weitermachen, durchziehen. Bis der Körper streikt, eine Panikattacke die Notbremse zieht. So reist sie mit ihrer Freundin Patricia (Victoria Luengo) auf die Kanareninsel Lanzarote in ein Ferienhaus auf vulkanischem Grund, weit weg von Madrid und ihrem Lebensgefährten Bonifacio (Patrick Criado), Feuerwehrmann und Stripper.

Parallel dazu, in derselben Stadt, ca. 20 Jahre später: Der erfolgreiche, mit Preisen überhäufte Regisseur Raúl Durán (Leonardo Sbaraglia, »Wild Tales«) dreht seit Jahren keinen Film mehr. Nun schreibt er ein Drehbuch mit dem Titel „Bitteres Fest“. Es erzählt von einer Werbefilmerin, die nach dem Tod ihrer Mutter nicht trauern kann. Wer hier eigentlich wen erfindet, lässt der große Pedro Almodóvar mit ruhiger Entschlossenheit lange offen.

Mit seinem 24. Langfilm kehrt der 76-jährige spanische Regisseur nach dem englischsprachigen Ausflug »The Room Next Door« zu seinen Wurzeln zurück und knüpft an seinen autobiografischen Film »Leid und Herrlichkeit« (2019) an. Der Fokus verlagert sich nun vom gelebten Leben hin zur Kunstproduktion, zum schöpferischen Akt. Beide Hauptfiguren, Elsa wie Raúl, sind als Almodovars Alter Egos lesbar. Dramaturgisch fein verwoben, kreisen sie um die Beziehung zwischen Kunst und Leben und um die stete Angst vor dem Versagen der Kreativität. Unverwechselbar ist wieder die Bildsprache: perfekt durchkomponierte Räume, leuchtende Primärfarben an Wänden und Pullovern - eine Welt aus Dekors, die immer auch Seelenlandschaften sind.

Grit Dora

Bundesstart - Das Debüt im Thalia